Erstes gemeinsames Bett: Getrennte Matratzen bevorzugt

Es heißt, dass es der Beziehung schade, wenn beide Partner eigene Schlafzimmer hätten. Doch ein gemeinsames Bett zu finden, dass allen Ansprüchen gerecht wird, kann ein Glücksspiel sein.

Erstes gemeinsames Bett: Einzel- oder Doppelbett?

Einzelbetten sind als erstes gemeinsames Bett gar nicht so abwegig, vor allem, wenn das Schlafzimmer klein ist. Ein großes Polsterbett könnte rasch zum einzigen Möbelstück im Zimmer werden, was wiederum weder für eine schicke Einrichtung noch für Zufriedenheit steht.

Ein Einzelbett ist mit Abmessungen von bis zu 120 x 200 cm oder sogar 140 x 200 cm zwar nicht als Familienbett geeignet, doch immerhin ist es gerade für junge Paare ausreichend. Empfehlenswert ist es lediglich, auf eine getrennte Matratze zu setzen, denn ansonsten besteht immer die Gefahr, dass der leichtere Partner stets in Richtung des schwereren Partners rollt. Ein wenig erholsamer Schlaf wäre die Folge.

Wer mehr Luxus möchte und sich diesen platztechnisch auch leisten kann, setzt zum Beispiel auf komfortable Boxspringbetten für Paare. Diese sind in einer angenehmen Höhe von 50 bis 60 cm erhältlich und lassen ein Schlafgefühl wie in einem amerikanischen Hotel aufkommen.

Zur Erklärung: „Boxspring“ bedeutet so viel wie „Sprungfeder“. Entsprechende Betten sind in ihrem Untergestell meist mit Bonellfedern ausgerüstet, die sich in einem häufig aus Massivholz bestehenden Rahmen befinden. Auf dem Boxspring wird die Matratze platziert, darauf wiederum kommt ein Topper. Damit erklärt sich auch die größere Höhe im Vergleich zu einem normalen Bett.

Ein Doppelbett kann in verschiedenen Abmessungen gewählt werden. Am häufigsten gibt es die Maße 180 x 200 cm, 200 x 200 cm oder sogar 220 x 200 cm. Letzteres Maß eignet sich für Menschen, die einen großen Platzbedarf haben oder die aufgrund der eigenen Größe etwas mehr Komfort als in einem Bett mit den üblichen Maßen wünschen. Auch Sonderanfertigungen sind möglich.

Diese passen sich direkt in die dafür vorgesehene Ecke im Schlafzimmer ein, was es allerdings schwierig macht, ein solches Bett nach einem Umzug erneut perfekt zu platzieren. Überlängen oder Unterlängen sind auch für Menschen geeignet, deren Körpermaße stark von den Standardgrößen abweichen.

Das erste gemeinsame Bett wird in der Regel deutlich überlegter gekauft als ein eigenes. Denn im Gegensatz zu einem Bett, das nur von einer Person allein genutzt wird (oder nur selten gemeinsam mit dem Partner), müssen hier beider Ansprüche berücksichtigt werden.

Das erste gemeinsame Bett wird in der Regel deutlich überlegter gekauft als ein eigenes. Denn im Gegensatz zu einem Bett, das nur von einer Person allein genutzt wird (oder nur selten gemeinsam mit dem Partner), müssen hier beider Ansprüche berücksichtigt werden.(#01)

Erstes gemeinsames Bett: Darauf kommt es an

Das erste gemeinsame Bett wird in der Regel deutlich überlegter gekauft als ein eigenes. Denn im Gegensatz zu einem Bett, das nur von einer Person allein genutzt wird (oder nur selten gemeinsam mit dem Partner), müssen hier beider Ansprüche berücksichtigt werden.

Mag der eine viel Platz haben und gern frei liegen, ohne sich eingeengt zu fühlen, kuschelt der andere vielleicht gern und braucht deutlich weniger Platz.

Einer liegt gern weicher, der andere liebt eine harte Matratze. Ein eigenes Bett kann diese Ansprüche leicht erfüllen, ein Doppelbett hat es ungleich schwerer. Dennoch ist es natürlich möglich, den hohen Anforderungen an ein solches Bett gerecht zu werden.

Wichtig sind dabei unter anderem die folgenden Punkte:

  • Viel Zeit für die Auswahl und für das Probeliegen einplanen!
  • auf die Unterfederung achten
  • Bett besser größer als zu klein wählen
  • Wünscht einer der Partner eine Verstellfunktion? Beim Lattenrost darauf achten!
  • Auf die Stabilität achten!
  • Ist der Bezug beim Polsterbett abzuziehen?
  • Können die Matratzen gut belüftet werden?

Bei all diesen Fragen handelt es sich um generelle Auswahlfragen beim Bettenkauf, doch sie spielen beim Kauf eines gemeinsamen Bettes eine noch größere Rolle. Der Grund: Das Belüften ist beispielsweise deutlich wichtiger, wenn zwei Leute im Bett schlafen, weil weitaus mehr Schweiß abgegeben wird.

Bei zwei Personen wird das Bett einer größeren Belastung ausgesetzt, daher sollte es stabil genug sein. Meist wird die maximale Tragkraft des Bettes mit angegeben, was allerdings nicht heißt, dass sich diese mit der Tragkraft des Lattenrostes decken muss.

Teilweise sind Lattenrost und Matratze nur auf eine Tragfähigkeit von 80 kg ausgelegt (bei Matratzen mit Härtegrad H2 üblich), das Bett aber für eine Tragkraft von 180 kg. Selbst wenn zwei Lattenroste verwendet werden, ergibt sich eine Tragkraft von 160 kg. Merke: Wenn etwas beim Bett bricht, dann meist das Holz des Lattenrostes!

Dieses ist deutlich weniger tragfähig und somit sollte den diesbezüglichen Angaben mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden als den Angaben zum Bett.

Modern sind im Schlafzimmer momentan die oben bereits erwähnten Boxspringbetten. Auch normale Ehebetten im Landhausstil sind immer noch angesagt, müssen allerdings unbedingt zur restlichen Einrichtung passen. Boxspringbetten sind dabei deutlich flexibler und passen sowohl in Schlafräume, die eher konservativ eingerichtet sind als auch in solche, die modern und minimalistisch gestaltet werden sollen.

Modern sind im Schlafzimmer momentan die oben bereits erwähnten Boxspringbetten.

Modern sind im Schlafzimmer momentan die oben bereits erwähnten Boxspringbetten.(#02)

Verschiedene Bettarten für den Komfort im gemeinsamen Schlafzimmer

Neben den Größen und den Härtegraden für Lattenroste und Matratzen spielen auch die Materialien des ersten gemeinsamen Bettes eine Rolle. Massivholzbetten erweisen sich als besonders robust und belasten, wenn sie aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt wurden, das Raumklima nicht.

Ein Polsterbett ist vor allem dann praktisch, wenn es über ein gepolstertes Kopfteil verfügt. Wenn einer der Partner gern liest, ist solch ein sogenanntes Betthaupt eine gute Wahl. Außerdem schützt dieses die Wand hinter dem Bett und lässt bei Bettbewegungen keine Reibespuren zurück.
Boxspringbetten in großen Größen sind ebenso modern wie Wasserbetten, Futon- und Himmelbetten. Während ein Futonbett oft sogar schon von Jugendlichen bevorzugt wird, sind Wasser- und Himmelbetten die perfekten Betten für alle frisch verliebten Paare. Darin schläft es sich wie in den Flitterwochen!

Immer beliebter werden verstellbare Lattenroste. Diese lassen sich je nach gewünschter Liegeposition entweder manuell oder sogar elektrisch verstellen, was das abendliche Lesen um einiges leichter werden lässt. Alternativ dazu kann ein Keilkissen verwendet werden, doch dieses stört viele Menschen beim Schlafen und muss vor dem Einschlafen erst wieder aus dem Bett befördert werden. Manch einer behilft sich mit einer Vielzahl an Kissen, doch auch diese können zum Beziehungskiller werden.

Wer mag schon gern in der Nacht mit einem Kissenwall kuscheln? Es lohnt sich daher durchaus, in elektrisch verstellbare Lattenroste zu investieren. Auch Boxspringbetten gibt es heute schon als verstellbare Varianten, wobei nicht nur das Kopfteil, sondern auch das Fußteil individuell eingestellt werden kann. So schläft es sich besonders angenehm bzw. kann die Liegeposition nach Belieben verändert werden.

Wichtig: Wenn beide Partner getrennte Matratzen haben, ist die Verstellbarkeit sinnvoll. Wenn nicht, könnte das durchaus zu Problemen führen, wenn einer weniger hoch als der andere liegen möchte.

Ist auf dem Markt gar kein passendes Doppelbett zu finden oder reicht das Budget für eine Sonderanfertigung nicht aus, kann ein DIY-Bett infrage kommen. Modern sind gerade Betten aus Paletten, die immerhin eine gute Belüftung gewährleisten.

Wichtig ist hierbei, die Paletten gut miteinander zu verbinden, damit die darauf liegenden Matratzen nicht plötzlich an unerwarteten Stellen einsinken. Außerdem muss das Holz aus ökologisch unbedenklicher Herstellung stammen, andernfalls könnte der gute Schlaf durchaus an den Ausdünstungen liegen, die aus den Paletten stammen.

Natürlich kann es sein, dass die Beziehung leidet, wenn beide Partner ein eigenes Schlafzimmer bewohnen.

Natürlich kann es sein, dass die Beziehung leidet, wenn beide Partner ein eigenes Schlafzimmer bewohnen.(#03)

Das erste gemeinsame Bett war ein Reinfall?

Natürlich kann es sein, dass die Beziehung leidet, wenn beide Partner ein eigenes Schlafzimmer bewohnen. Doch dann ist meist schon vorher einiges faul gewesen! Wer unter dem nächtlichen Schnarchen des Partners leidet oder selbst ein so aktiver Schläfer ist, dass der daneben Liegende öfter einmal einen Arm ins Gesicht bekommt, schläft besser allein. Das muss Experten zufolge auch kein Beziehungskiller sein, wenn das Anliegen nicht vorwurfsvoll vorgebracht wird.

Es kann durchaus sein, dass der letzte Ausweg in getrennten Schlafzimmern besteht und dies kann einer Beziehung sogar wieder neuen Schwung verleihen. Außerdem verstehen sich Paare in der Regel besser, wenn beide Partner ausgeschlafen und damit weniger gereizt sind. Wer sich dann ein Einzelbett aussucht, kann dies ganz nach seinem Belieben wählen und muss sich lediglich in Bezug auf die Größe des Bettes an die Gegebenheiten des neuen, eigenen Schlafzimmers anpassen.

Wenn beide Partner eine gemeinsame Wohnung einrichten, weil sich Nachwuchs ankündigt, können getrennte Schlafräume ebenfalls eine gute Idee sein. Dann sollte allerdings in einem der Zimmer ein größeres Bett stehen, welches auch als Familienbett genutzt werden kann.

So kann die Mama mit dem Baby später in dem großen Bett schlafen, der Papa kann notfalls in sein eigenes Zimmer ziehen, wenn er morgens früh aus den Federn muss und das Baby ein kleiner Nachtschwärmer sein sollte.

Wird das Zweitbett gar nicht benötigt, kann es auch als Gästebett dienen. In jedem Fall sollte niemand ein schlechtes Gewissen haben, weil er sich nach einem eigenen Bett sehnt, auch wenn viele Zeitschriften Paare glauben machen wollen, dass die Beziehung nur in einem gemeinsamen Bett funktionieren kann. Entspricht dieses Bett dann nicht einmal den Vorstellungen eines Partners, kann es mit der Beziehung ganz schnell bergab gehen.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild:  TijanaM-#01: Ihor Bulyhin -#02: Iakov Filimonov -#03: Frantisek Czanner

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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