Hochzeitstage: Wie sie heißen und was sie bedeuten

Wusstet Ihr, dass jedes einzelne Hochzeitsjahr seinen ganz eigenen Namen trägt? “Die Silberne Hochzeit” kennt ja bestimmt jeder — aber das ist noch nicht alles: Ein Überblick der Hochzeitstage, ihrer Herkunft und Bedeutung.

Hochzeitstage: Vom ersten bis zum fünften Jahr

Nach 1 Jahr: Den ersten Hochzeitstag nennt man „Papierhochzeit„. Aber warum eigentlich „Papierhochzeit“? Nun ja, eigentlich ganz einfach: Die Partnerschaft ist nach einem Jahr noch nicht so sehr gefestigt. Sie ist noch sehr dünn und leicht zerbrechlich, wie Papier. Sie muss noch mit großer Sorgfalt behandelt werden.

Nach 2 Jahren: Hier ist die Beziehung schon etwas gefestigter. Der Umgang zwischen den Eheleuten ist wärmer und weicher. Deshalb spricht man hier von der sogenannten „Baumwollhochzeit“

Nach 3 Jahren: Nach drei Jahren haben die Eheleute schon viele Erlebnisse und Ereignisse miteinander durchgestanden und gemeistert. Deshalb spricht man hier von der „Lederhochzeit“. Leder ist robust und kann viele Strapazen verkraften — ebenso wie die Eheleute.

Nach 4 Jahren: Das vierte Hochzeitsjahr sieht man meist als eines der kritischsten Ehejahre an. Deshalb wird dieser Hochzeitstag als „Seidenhochzeit“ bezeichnet. Die Beziehung ist in diesem Jahr dünn wie Seide, dennoch symbolisiert der kostbare Stoff den Wert der Ehe.

Nach 5 Jahren: Nach fünf Ehejahren feiert man die „Holzhochzeit“. Das Holz steht für Stabilität und Beständigkeit, die man nach all den gemeinsamen Jahren zusammen aufgebaut hat.

 

Nach 2 Jahren: Hier ist die Beziehung schon etwas gefestigter. Der Umgang zwischen den Eheleuten ist wärmer und weicher. Deshalb spricht man hier von der sogenannten "Baumwollhochzeit" (#01)

Nach 2 Jahren: Hier ist die Beziehung schon etwas gefestigter. Der Umgang zwischen den Eheleuten ist wärmer und weicher. Deshalb spricht man hier von der sogenannten „Baumwollhochzeit“ (#01)

Hochzeitstage: Vom sechsten bis zum zehnten Jahr

Nach 6 Jahren: Dieser Hochzeitstag ist unter zwei Namen bekannt.

Einmal unter der sogenannten „Zuckerhochzeit“ oder der „Zinnhochzeit“. Die “Zuckerhochzeit” ist besonders in Österreich geläufig und soll die Zuckerseiten der Ehe symbolisieren. Der Name „Zinnhochzeit“ symbolisiert etwas Anderes: Genau wie das Material Zinn, soll die Ehe immer wieder gepflegt und aufpoliert werden, damit sie ihren Glanz nicht verliert.

Nach 7 Jahren: Das siebte Hochzeitsjahr trägt den Namen eines weichen Metalls. Hier spricht man von der „Kupferhochzeit“. Um das „verflixte siebte Jahr“ zu überstehen, sollte auch hier die Beziehung — wie Kupfer — wieder aufpoliert werden.

Nach 8 Jahren: Nach 8 Jahren Ehe kann man seine „Bronzehochzeit“ feiern. Hier ist die Bedeutung jedoch etwas unklar. Denkbar ist, dass das weiche Metall Bronze den Anschein erwecken soll, dass die Ehe noch formbar ist, jedoch bereits eine hohe Beständigkeit hat.

Nach 9 Jahren: Hier spricht man von der „Keramikhochzeit„. Dieser Hochzeitstag wird deshalb so genannt, weil die ein oder andere Tasse schon einen Sprung haben könnte. (Im übertragenen Sinne natürlich! ;)) Auf der eine Seite versteht man sich nach fast zehn Jahren blind, andererseits könnte die Beziehung auch mittlerweile eingefahren sein. Also ist es jetzt Zeit, seine Ehe etwas aufzufrischen.

Nach 10 Jahren: Bekanntlich stehen ja die Rosen für die Liebe. Deshalb wird dieses runde Jubiläum die „Rosenhochzeit“ genannt. Die Rosen symbolisieren einfach noch mal die bestehende Liebe zwischen den Eheleuten.

 

Nach 12 1/2 Jahren: Jetzt kommt ein eher ungewöhnlicher Hochzeitstag. Hier spricht man von der sogenannten "Petersilienhochzeit". (#02)

Nach 12 1/2 Jahren: Jetzt kommt ein eher ungewöhnlicher Hochzeitstag. Hier spricht man von der sogenannten „Petersilienhochzeit“. (#02)

Hochzeitstage: Vom 11. bis zum 15. Jahrestag

Nach 11 Jahren: Die Eheleute dürfen ihre „Stahlhochzeit“ feiern, wenn sie 11 Jahre verheiratet sind. Die Beziehung ist mittlerweile so fest wie Stahl. Wenn man nach 11 Jahren immer noch glücklich verheiratet ist, kann man mit großer Sicherheit sagen, dass es für immer hält. Dieses Jahr entscheidet meistens, ob die Eheleute auch tatsächlich zueinander passen.

Nach 12 1/2 Jahren: Jetzt kommt ein eher ungewöhnlicher Hochzeitstag. Hier spricht man von der sogenannten „Petersilienhochzeit„. Das etwas ausgefranste Petersilienblatt symbolisiert die Höhen und Tiefen der Eheleute. Dennoch kann es auch bedeuten, dass auch nach so lange Zeit die „Würze“ des Paares immer noch vorhanden ist. — Aber wieso 12 1/2 Jahre? Dieser Hochzeitstag soll verdeutlichen, dass die Hälfte bis zur „Silbernen Hochzeit“ (25 Jahre) geschafft ist.

Nach 13 Jahren: Hier wird die „Spitzenhochzeit“ gefeiert. Man erinnert sich gerne an seine Hochzeit zurück. Die meisten Brautkleider sind mit Spitze verziert. Deshalb soll der Name des Hochzeitstages an die schon etwas zurückliegende Hochzeit erinnern. Die Ehe hat ihren alltäglichen Weg gefunden und ist deshalb so kostbar wie geklöppelte Spitze.

Nach 14 Jahren: Elefanten bekämpfen sich mit ihren Stoßzähnen aus Elfenbein ohne auch nur einen Schaden zu nehmen. Genau deshalb feiert man hier die „Elfenbeinhochzeit„. Die Beziehung hat sich gefestigt und kann, wie Elfenbein, nicht so leicht zerstört werden. Außerdem wird noch mal die Kostbarkeit der Ehe symbolisiert, da Elfenbein ein überaus teures Material ist.

 

Nach 25 Jahren: Jetzt kommen wir zu einem bekannten Hochzeitstag, nämlich zu der "Silbernen Hochzeit". Auch hier trägt der Hochzeitstag den Namen eines Metalls. (#03)

Nach 25 Jahren: Jetzt kommen wir zu einem bekannten Hochzeitstag, nämlich zu der „Silbernen Hochzeit“. Auch hier trägt der Hochzeitstag den Namen eines Metalls. (#03)

Hochzeitstage: Vom 15. bis zum 25. Jahrestag

Nach 15 Jahren: Dieser Hochzeitstag ist unter zwei Namen bekannt.

Zum einen unter der „Kristallhochzeit“ und zum anderen unter der „Glashochzeit“.
Hier soll einfach noch mal daran erinnert werden, dass die Ehe zwar gefestigt wurde, aber immer noch zerbrechen kann, wenn sie nicht mit Vorsicht behandelt und gepflegt wird. Wie Glas ist sie hart, doch auch leicht zerbrechlich.

Nach 20 Jahren: Porzellan wird auch als Gold in Weiß bezeichnet. Deshalb spricht man hier von der sogenannten „Porzellanhochzeit“. Man versteht sich ohne Worte und die Beziehung ist so wertvoll wie Porzellan. Dennoch kann man die „Porzellanhochzeit“ mit der „Glashochzeit“ vergleichen. Auch nach zwei Jahrzehnten kann die Ehe trotzdem zerbrechen und muss immer noch intensiv gepflegt werden.

Nach 25 Jahren: Jetzt kommen wir zu einem bekannten Hochzeitstag, nämlich zu der „Silbernen Hochzeit“. Auch hier trägt der Hochzeitstag den Namen eines Metalls. Im Gegensatz zu Kupfer ist Silber ein hartes Metall. Es soll verdeutlichen, dass die Beziehung der Eheleute gefestigt und kostbar ist.

 

Nach 37 1/2 Jahren: Hier spricht man von der "Aluminiumhochzeit". Wie heißt es so schön? "Alte Liebe rostet nicht" oder "Wer rastet der rostet". (#04)

Nach 37 1/2 Jahren: Hier spricht man von der „Aluminiumhochzeit“. Wie heißt es so schön? „Alte Liebe rostet nicht“ oder „Wer rastet der rostet“. (#04)

Hochzeitstage: Vom 30. bis zum 50. Jahrestag

Nach 30 Jahren: Nach drei Jahrzehnten dürfen die Eheleute ihre „Perlenhochzeit“ feiern. Bei einer Perlenkette sind viele kleine Perlen aneinandergereiht. Die sollen für die zahlreichen Tage stehen, die das Ehepaar schon gemeinsam verbracht hat. Jede Perle soll für ein ganz besonderes Ereignis oder Erlebnis stehen, das in der Ehe gemeinsam erlebt wurde. Die Länge der Kette steht für die bereits gemeinsam verbrachten 30 Jahre. Auch das Material der Perlen soll noch einmal den Wert der bestehenden Partnerschaft ausdrücken.

Nach 35 Jahren: Der Name „Leinwandhochzeit“ stammt aus einer Zeit, in der Eheleute noch auf Leinwände gemalt wurden. Die Leinwand wurde deshalb ausgewählt, weil die Leinen aus einem festen, schwer reißbaren und doch flexiblen Material sind. Genau wie die Leinen ist auch die Ehe sehr schwer zerreißbar, da man nach so vielen Jahren zusammengeschweißt wurde.

Nach 37 1/2 Jahren: Hier spricht man von der „Aluminiumhochzeit“. Wie heißt es so schön? „Alte Liebe rostet nicht“ oder „Wer rastet der rostet“. Genau deswegen sprechen wir hier von der „Aluminiumhochzeit“, denn Aluminium rostet nicht. Auch nach 37 1/2 Jahren ist die Liebe noch immer nicht eingerostet und erfüllt immer noch den Alltag des Ehepaares.

 

Die "Goldene Hochzeit". Man sagt Gold eine ganz besondere Kraft zu: Die der Weisheit, der Beständigkeit und des Wertes. (#05)

Die „Goldene Hochzeit“. Man sagt Gold eine ganz besondere Kraft zu: Die der Weisheit, der Beständigkeit und des Wertes. (#05)

Hochzeitstage in Rot und Gold

Nach 40 Jahren: Dieser Hochzeitstag trägt den Namen eines Edelsteines.

Die „Rubinhochzeit“ ist ein Jubiläum das nach 40 gemeinsamen Ehejahren gefeiert wird. Die rote Farbe des Edelsteines steht für die Liebe und das Feuer, das noch immer leuchtet wie der Edelstein selbst. Die meisten Frauen lassen sich in diesem Hochzeitsjahr ihren Ehering mit einem roten Rubin veredeln.

Nach 50 Jahren: Wieder sind wir an einem bekannten Hochzeitsjubiläum angekommen. Die „Goldene Hochzeit“. Man sagt Gold eine ganz besondere Kraft zu: Die der Weisheit, der Beständigkeit und des Wertes. Die Beziehung ist nach 50 Jahren fest, beständig und wertvoll wie Gold. Viele Paare lassen an diesem Hochzeitstag ihre Ehe-Gelöbnisse auffischen, da nicht viele zu diesem ganz besonderen Tag kommen.

Nach 60 Jahren: Wie alle Hochzeitstage, hat auch das 60-Jährige Hochzeitsjubiläum seinen ganz eigenen Namen — Die "Diamantenhochzeit". (#06)

Nach 60 Jahren: Wie alle Hochzeitstage, hat auch das 60-Jährige Hochzeitsjubiläum seinen ganz eigenen Namen — Die „Diamantenhochzeit“. (#06)

Hochzeitstage: Bis zum 100. Hochzeitsjubiläum

Nach 60 Jahren: Wie alle Hochzeitstage, hat auch das 60-Jährige Hochzeitsjubiläum seinen ganz eigenen Namen — Die „Diamantenhochzeit“.

Der Diamant verkörpert Reinheit, weil er hell und klar ist. Außerdem ist er einer der härtesten Edelsteine, die es gibt. Er ist edel, unglaublich wertvoll und kostbar. All diese Eigenschaften kann man einer Ehe nach 60 Jahren ebenfalls nachsagen.

Nach 65 Jahren: Die „Eiserne Hochzeit„. Nach 65 Jahren Ehe haben die Eheleute schon einige bittere Erfahrung zusammen durchlebt. Trotzdem wurden diese gemeistert — das symbolisiert das Eisen. Denn Eisen wird selbst durch Rost nicht ganz vernichtet. Selbst wenn also die Liebe etwas eingerostet ist, besteht sie immer noch und bleibt am Ende trotzdem bestehen. Eisen ist auch ein festes Metall, was die Festigkeit der Beziehung widerspiegelt.

Nach 70 Jahren: Die Bedeutung der „Gnadenhochzeit“ stammt aus der christlichen Religion. Früher wurde es als Gnade Gottes betrachtet, wenn Eheleute so lange gemeinsam verbringen durften. Die Gnade wird als etwas Besonderes gesehen. Denn wenn man bedenkt, dass nicht alle Menschen so alt werden und nicht viele Beziehungen so lange halten, ist der 70. Hochzeitstag etwas ganz Außergewöhnliches.

Nach 75 Jahren: Die „Kronjuwelenhochzeit“ soll die Krönung der gemeinsam verbrachten Jahre symbolisieren. Kronjuwelen sind etwas sehr Kostbares und Königliches, genau wie die Hochzeit. Wenn ein Ehepaar dieses Hochzeitsjubiläum miterlebt, sollten sie sich wie Könige fühlen. Schließlich haben sie etwas fast Unmögliches vollbracht.

Mal schauen wie weit Ihr kommt 😉
Kennt Ihr denn Paare, die es schon echt weit gebracht haben? Welche Hochzeitstage haben sie bereits gefeiert? — Erzählt’s uns im Kommentarbereich!


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Über Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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