Mongolei: Reise ins geheimnisvolle Reich von Dschingis Khan

Kaum ein Land ist so einzigartig, wie die Mongolei. Eine Mongolei Reise dorthin ist ein Abenteuer der Gegensätze: Jurten und moderne Häuser, Nomaden und Geschäftsleute, Steppe und Wüste. Die Heimat Dschingis Khans ist ein Erlebnis voller Kultur, Natur und Mystik. Darum sollte man mindestens einmal im Leben in diese fremde Welt eintauchen.

Reise in die Mongolei: Wandeln zwischen den Welten

Die Mongolei ist ein ganz und gar ungewöhnliches Land und Reiseziel. Eingebettet zwischen Russland und China ist der Binnenstaat eine atemberaubende Mischung aus Bergen, Steppe und Wüste. Doch nicht nur die Landschaft ist kontrastreich und einzigartig. Auch die Menschen, ihre Kultur und ihre Lebensart sind es. Denn die Mongolei ist viereinhalb mal so groß wie Deutschland, hat jedoch lediglich drei Millionen Einwohner. Somit ist der Staat der am dünnsten besiedelte der ganzen Welt.

Das weitläufige Land inmitten eindrucksvoller Bergketten wird von nomadischen Hirtenstämmen bewohnt, die einst von Dschingis Khan zu einem Volk vereint wurden. Sie leben in Jurten, also runden Zelten, die sich je nach Region bis in die Berghänge erstrecken. Beinahe unwirklich erscheint da Ulaanbaatar, die Hauptstadt der Mongolei. In ihr leben fast die Hälfte aller Bewohner des Landes. Mit der Zeit entstand ein Stadtbild, das man so kein zweites Mal findet. Hochmoderne Architektur mit gläsernen Fassaden trifft auf nomadische Jurten-Siedlungen.

Die traditionelle und moderne Welt der Mongolei vereint sich nirgends so eindrucksvoll, wie in Ulaanbaatar. Neben Einwohnern in den typisch mongolischen Gewändern, den Deel, begegnet man hier klassisch gekleideten Geschäftsleuten in Anzügen und junge Leuten in Jeans und T-Shirt. Manch einer von ihnen ist nach der Arbeit in einem modernen Unternehmen ein Schamane, der mit den Ahnen spricht. Andere praktizieren traditionelle Tänze, spielen die mongolische Pferdekopfgeige oder singen den kehligen, meditativ klingenden Obertongesang.

Eines haben jedoch die meisten gemeinsam: ihren Glauben. Der Buddhismus, genauer gesagt der Lamaismus ist die Philosophie, der ein Großteil der Bevölkerung angehört. Das zeigt sich in prachtvollen Tempeln mit geschwungenen Dächern und reichhaltiger Verzierung. Und mystischen Klöstern aus vergangenen Tagen.

Wer sich ganz auf sich besinnen möchte, kann jedoch auch in der Steppe und den Bergen wandern gehen. Das Gefühl, das man beim Erkunden der schier endlosen Weite bekommt, beschert einem Gänsehaut am ganzen Körper. Adler und Pferdeherden machen das Gefühl der Freiheit noch spürbarer und wecken die Lust, in die geheimnisvolle Welt der Mönche, Schamanen und Hirten einzutauchen.

Die Hochzeit ist ein ganz besonderer Tag im Leben eines Paares. Um dieses besondere Gefühl noch zu vertiefen, kann man ein außergewöhnliches Reiseziel für die Hochzeitsreise wählen.

Die Hochzeit ist ein ganz besonderer Tag im Leben eines Paares. Um dieses besondere Gefühl noch zu vertiefen, kann man ein außergewöhnliches Ziel wie eine Mongolei Reise für die Flitterwochen wählen.(#01)

Romantik in der Wildnis: Die Mongolei als außergewöhnliches Ziel für die Hochzeitsreise

Die Hochzeit ist ein ganz besonderer Tag im Leben eines Paares. Um dieses besondere Gefühl noch zu vertiefen, kann man ein außergewöhnliches Reiseziel für die Hochzeitsreise wählen. Denn auch wenn der Honeymoon im Luxushotel toll ist, so sind es die Abenteuer und einzigartigen Momente, die wirklich zusammenschweißen. Gemeinsam etwas erleben, das sich ein Leben lang einprägt und zu den Erinnerungen gehört, die man niemals wieder missen möchte. Und welches Land wäre dafür besser geeignet, als die Mongolei? Übernachten in einer kuscheligen Jurte unter dem Sternenzelt der Steppe.

Dem Ruf von Adlern, Yaks und Schafen lauschen, während man an einem knisternden Lagerfeuer sitzt und frische Luft und der Geruch von Freiheit und Abenteuer in die Lungen strömen. Um einen herum nichts, außer Wildnis und eine einzigartige Berglandschaft mit markanten Felsformationen. Eng aneinander gekuschelt kann man den atemberaubenden Nachthimmel genießen, der hier so prächtig ist, dass einem die Worte fehlen. Denn in der Steppe gibt es kein Licht und so funkeln Abermillionen von Sternen in der Dunkelheit der Nacht.

Hingebungsvoll sorgen die mongolischen Gastgeber dafür, dass es einem auf der Reise an nichts mangelt und versorgen einen mit landestypischen Speisen und Klängen. Tagsüber locken alte Ruinen, Klöster und Tempelanlagen zu einer Erkundungstour.

Gemeinsam kann man so die fremde Kultur kennenlernen und auf den Spuren von Dschingis Khan wandeln. In der Mongolei ist Entschleunigung angesagt. Abseits von Hektik und Massentourismus kann man hier die junge Ehe perfekt einläuten und sich vom Stress der Feiervorbereitungen erholen.

Möchte man die Liebe unter einen ganz besonderen Schutz stellen, kann man sich den Segen eines Schamanen geben lassen. In prachtvollen Gewändern vollführen sie alte Rituale und rufen an Steinschreinen die Ahnen zu Hilfe. Blaue Stoffbänder wehen im Wind und verbinden den Himmel mit der Erde.

Verbinden kann man sich auch als Paar auf einer ganz neuen, tiefen Ebene. Denn kaum ein Land strahlt so viel Wildromantik, Mystik, Freiheit und Abenteuer aus, wie die Mongolei. Eine Hochzeitsreise in die Steppe oder die Wüste Gobi ist also ein Erlebnis, das unter die Haut geht und einen Meilenstein in der Beziehung setzt.

In der Weite des Landes warten unzählige Abenteuer, spannende Exkursionen und beeindruckende Tagesausflüge an jeder Ecke.

In der Weite des Landes warten unzählige Abenteuer, spannende Exkursionen und beeindruckende Tagesausflüge an jeder Ecke.(#02)

Wann sich eine Reise in die Mongolei am meisten Lohnt

Auch beim Thema Wetter ist die Mongolei ein Land der Kontraste. Das extreme, kontinentale Klima, das durch die Binnenlage hervorgerufen wird, kann sehr ungemütlich werden. Durchschnittstemperaturen zwischen -26 und 27 Grad Celsius sind möglich. Für eine romantische und (im positiven Sinne) unvergessliche Reise in die Mongolei sollte man also den richtigen Zeitraum wählen.

 

Am wärmsten ist es von Juni bis August. In diesen Monaten beträgt die durchschnittliche Tagestemperatur 20 bis 22 Grad. Es kann jedoch auch sehr heiß werden. Wem 15 Grad reichen, der kann auch im Mai und September eine Reise in das Land der Nomaden machen. Der Vorteil: In diesen Monaten gibt es deutlich weniger Niederschlag als von Juni bis August.

November bis März sind hingegen keine besonders kuscheligen Monate für eine Reise oder Hochzeitsreise. Mit -6 bis -16 Grad tagsüber und bis zu -26 Grad in der Nacht wird für uns Europäer die Steppe schnell zur Herausforderung. Deshalb lieber den Sommer zwischen den Bergen, Jurten und Schafen genießen und die Reise in die warmen Monate verlegen.

Die fünf schönsten und romantischsten Ausflüge in der Mongolei

In der Weite des Landes warten unzählige Abenteuer, spannende Exkursionen und beeindruckende Tagesausflüge an jeder Ecke. Neben Wanderungen und Bergsteigen kann man dort allerlei unvergessliche Eindrücke sammeln und der Kultur und Natur näherkommen. Wer mit einmaligen Erinnerungen an Gänsehautmomente von der Reise zurück nach Hause kommen möchte, der sollte sich diese fünf Ausflüge nicht entgehen lassen:

Karakorum ist einer der sagenumwobenen Orte des Landes. Im Jahre 1220 von Dschingis Khan gegründet, war Karakorum einst die Hauptstadt des mongolischen Reiches.

Karakorum ist einer der sagenumwobenen Orte des Landes. Im Jahre 1220 von Dschingis Khan gegründet, war Karakorum einst die Hauptstadt des mongolischen Reiches.(#03)

Die Ruine von Karakorum und das Kloster Erdene Dsuu

Karakorum ist einer der sagenumwobenen Orte des Landes. Im Jahre 1220 von Dschingis Khan gegründet, war Karakorum einst die Hauptstadt des mongolischen Reiches. Die Krönungsstadt, die ein wichtiges Handelszentrum war, wurde 1388 von den Chinesen zerstört, sodass heute nur noch Ruinen zu sehen sind. Diese sind jedoch faszinierende Zeitzeugen aus den Tagen des berühmten mongolischen Herrschers.

Unter anderem steht dort das erste buddhistisches Kloster des Landes, das Erdene Dsuu. Es ist das älteste, noch aktive Kloster der Mongolei und Teil des UNESCO Weltkulturerbe Orkhon Tal. Das heilige Glaubenszentrum im Herzen des Landes beeindruckt durch weiß gestrichene, pagodenartige Bauwerke, die sich in den blauen Himmel erstrecken. Hier kann man in die Vergangenheit reisen, in sich kehren und den Ahnen gedenken.

Video: Mongolei 2011 Geierschlucht

Die Geierschlucht

Wer wandern in Felsschluchten mag, wird die Geierschlucht lieben. Sie liegt mitten in der Wüste Gobi und ist trotz der Sonne an einigen Stellen von dickem Eis überzogen. Denn sie ist sehr schattig und tief und zudem an manchen Passagen so schmal, dass gerade einmal zwei Menschen nebeneinander stehen können. Die imposante Felsschlucht sollte einst die Vogelwelt beheimaten. Heute ist sie vor allem für ihr fantastisches Landschaftsbild bekannt. Wer die Felsschluchten passiert, wird mit dem Ausblick auf Wasserfälle und ein atemberaubendes Tal belohnt.

Video: Wüste Gobi – Mongolei – Weltreise Nocker Video

Der Nationalpark Gobi Gurwan Saichan

Der Nationalpark Gobi Gurwan Saichan ist mehr als doppelt so groß wie der Yellowstone-Nationalpark und beheimatet eine grandiose und seltene Flora und Fauna. Die Landschaft wird von fantastischen Bergketten, Felsformationen, Sanddünen und Wäldern geprägt. Tiere kann man dort unter anderem folgende beobachten: Sibirische Steinböcke, Argalis, Wölfe, Schneeleoparden, Wildkamele und Gobibären. Die beiden Letzten sind extrem selten und hinterlassen ein Gefühl der Ehrfurcht, wenn man sie entdeckt.

Das Gandan-Kloster

Türkisblau leuchtet das Dach des heiligen Gandan-Klosters in der Mittagssonne von Ulaanbaatar. Seine prunkvollen Verzierungen und Schreine machen das Zuhause von über 600 Mönchen zu einer absoluten Sehenswürdigkeit. Das Innere des Klosters ist in edlem Gold verziert und wird der Göttin Jaisring mehr als gerecht, der man dort in Form einer 26 Meter hohen Statue begegnen kann. Die einmalige Atmosphäre im Gandan-Kloster, dem Hauptkloster des Landes, sollte man unbedingt erlebt haben.

Auch beim Thema Wetter ist die Mongolei ein Land der Kontraste. Das extreme, kontinentale Klima, das durch die Binnenlage hervorgerufen wird, kann sehr ungemütlich werden.

Auch beim Thema Wetter ist die Mongolei ein Land der Kontraste. Das extreme, kontinentale Klima, das durch die Binnenlage hervorgerufen wird, kann sehr ungemütlich werden.(#04)

Expedition mit den Tieren der Mongolei

Abenteuer und Romantik pur erwünscht? Dann ab in die Wildnis, Seite an Seite mit den Tieren. Ob auf dem Rücken der Kamele durch die Wüste Gobi, auf dem Sattel mit Pferden durch die Steppen und Schluchten, oder mit Schlittenhunden durch die verschneiten Gebirgsketten. Eine Tier-Expedition in das geheimnisvolle und atemberaubende Land ist das Highlight jeder Reise. Durch die malerische Landschaft streifen wie die Nomaden, mit den Tieren umherziehen und abends in einer Jurte am Lagerfeuer übernachten: Geht es noch romantischer und spannender?

Gut zu wissen: Interessantes für die Reise in die Mongolei

Dass die Mongolei so gänzlich anders ist als Europa, macht das Land so interessant und reizvoll. Es ist jedoch gut, vor der Reise das ein oder andere zu wissen, damit man optimal vorbereitet ist.

  • Die Mongolen sind extrem gastfreundlich und laden einen gerne Mal in die eigene Jurte ein. Kleine Gastgeschenke auf die Rundreisen mitzunehmen ist also eine sehr gute Idee, denn darüber freuen sich die Menschen sehr. Ganz besonders die Kinder.
  • Die Währung des Landes ist der Tugrik.
  • Aufgrund der Landschaft ist dort kaum Ackerbau möglich. Deshalb gibt es dort hauptsächlich Fleisch und Milchprodukte zu essen.
  • Fotografieren in militärischen Zonen ist strengstens verboten.

Die Einreisebestimmungen für Deutsche sind recht locker. Bis zu 30 Tage darf man auch ohne Visum in den Binnenstaat einreisen. Achtung: Für einige Grenzgebiete gelten jedoch andere Einreisebestimmungen und man braucht eine Sondergenehmigung. Vor Rundreisen unbedingt erkundigen.

Notfallnummern für die Reise:

  • Feuerwehr: 101
  • Polizei: 102
  • Unfallrettung: 103

Die Deutsche Botschaft:

  • Adresse: Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Ulan Bator Baga Toiruu – 2 Straße der Vereinten Nationen, Ulan-Bator 14201
  • Telefonnummer: +976 11 32 33 25
  • E-Mail: info@ulan.diplo.de

Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: toiletroom_-#01: aphotostory -#02: Dmitry Chulov -#03: _ Anonymousz -#04: Rick Wang

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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