Palladium Eheringe: Vorteile, Nachteile und 7 andere Stolperfallen und wie Sie da heil wieder rauskommen

Palladium Eheringe gelten als der neueste Trend und haben durchaus Vorteile. Für wen sich Palladium-Ringe eignen und für wen nicht, das lesen Sie jetzt.

Moderne Palladium Eheringe: Empfehlung oder nicht?

Palladium Eheringe gelten als wunderbare Alternative zu Platin, sind jedoch ungleich günstiger als dieses. Die Kosten für derartige Ringe liegen zwischen 800 und 3000 Euro, was natürlich von der Art des Designs und von eventuell eingearbeiteten Schmucksteinen abhängig ist.

Interessant dabei ist, dass viele Goldschmiede damit werben, dass Palladium Eheringe hypoallergen seien, andere jedoch der Meinung sind, dass Palladium Eheringe keinesfalls für Nickelallergiker geeignet seien.

Fakt ist aber, dass Palladium Eheringe sehr robust sind, eine helle Farbe und ein niedriges Gewicht haben. Es ist kein Materialabrieb vorhanden, sodass die Ringe auch nach vielen Jahren noch schön und wie neu aussehen. Dazu kommt, dass jeder, der individuelle Trauringe zur Hochzeit sucht, hiermit glücklich wird. Die Einarbeitung von Schmucksteinen oder Gravuren ist natürlich möglich.

Dennoch spricht auch einiges gegen Palladium Eheringe. Sie sind zum einen geringfügig dunkler als Platin, zum anderen immer noch sehr teuer. Dazu kommen noch weitere Nachteile, wie das Problem der Allergiegefährdung. Hier stellt sich die Frage, die im kommenden Abschnitt behandelt werden soll.

Palladium Eheringe gelten als der neueste Trend und haben durchaus Vorteile. ( Foto: Shutterstock- dmdartworx2016 )

Palladium Eheringe gelten als der neueste Trend und haben durchaus Vorteile. ( Foto: Shutterstock- dmdartworx2016 )

Sind Palladium Eheringe gefährlich?

Mit dieser Frage haben sich schon viele Wissenschaftler befasst und dennoch beziehen Goldschmiede die Antworten bei der Beratung zur Wahl der Trauringe nicht mit ein. Fakt ist, dass nur die besten Legierungen für Trauringe geeignet sind.

Palladium Eheringe sind seit 2009 offiziell als Edelmetall anerkannt und das Material wird in sehr hohen Legierungen bei der Herstellung von Schmuck verwendet. Dennoch sind Palladium Eheringe nicht ungefährlich und stellen Wissenschaftlern zufolge sogar ein Nerven- und Immungift dar, auf das viele Menschen allergisch reagieren.

Wer bereits auf Nickel allergisch ist, kann davon ausgehen, dass er oder sie Palladium Eheringe keinesfalls vertragen wird. Sogar das Bundesgesundheitsamt hatte schon Warnungen ausgesprochen. Dies war zwar Anfang der 1990er Jahre, dennoch bleibt ein gewisses Maß an Unsicherheit, zumal Palladium grundsätzlich den Körper und seine Strukturen angreifen kann.

Auch wenn es in der Schmuckindustrie verwendet wird, sollten Menschen, die bereits Vorerkrankungen haben oder die starke Allergien (nicht nur auf Nickel) haben, besser auf andere Metalle setzen.

Video: Palladium: Besser als Gold & Silber?

Was ist besser: Palladium Eheringe oder Modelle aus Platin?

Kenner sind der Meinung, dass Palladium Eheringe nicht mit denen aus Gold oder Platin mithalten können, auch wenn ihr Beliebtheitsgrad stetig wächst. Dabei ist Platin ein Sinnbild für die Ehe, wenn davon ausgegangen wird, dass es die große Liebe wie die berühmte Nadel im Heuhaufen ist. Denn Platin ist 30 Mal seltener als Gold und entsprechend wertvoll. Es ist sogar rund 60 Mal teurer als Silber! Dafür ist Platin deutlich schwerer als Palladium.

Fazit: Wer nicht gerade Allergiker ist, hat die Wahl zwischen Eheringen aus Platin oder aus Palladium. Es dürfte in vielen Fällen eine Frage des Preises sein sowie des Gewichts. Wer nach sehr leichten Ringen sucht, wird die Palladium Eheringe vorziehen.

Wer nicht gerade Allergiker ist, hat die Wahl zwischen Eheringen aus Platin oder aus Palladium. ( Foto: Shutterstock-Anna Chavdar  )

Wer nicht gerade Allergiker ist, hat die Wahl zwischen Eheringen aus Platin oder aus Palladium. ( Foto: Shutterstock-Anna Chavdar )

Trauringe aus anderem Metall: Welche Varianten gibt es neben Palladium?

Die folgende Aufstellung zeigt, welches Metall noch für Trauringe geeignet ist und welche Vor- und Nachteile die einzelnen Varianten haben.

Das Aussuchen der Trauringe gehört zur Hochzeitsplanung, daher ist es gut zu wissen, welche Varianten überhaupt geeignet sind:

  • Trauringe aus Gelbgold

    Trauringe aus Gold gelten als schlichte Klassiker, sind jedoch mit bis zu 2000 Euro recht teuer.
    Vorteile: Das Material ist wertvoll, die Ringe gelten als beliebt und sind überall verbreitet.
    Nachteile: Gold ist sehr weich und daher anfällig für Schrammen und Kratzer.

    Trauringe aus Gold gelten als schlichte Klassiker, sind jedoch mit bis zu 2000 Euro recht teuer.  ( Foto: Shutterstock-MorganStudio)

    Trauringe aus Gold gelten als schlichte Klassiker, sind jedoch mit bis zu 2000 Euro recht teuer. ( Foto: Shutterstock-MorganStudio)

  • Trauringe aus Rotgold

    Rotgold wird von vielen Paaren mehr als Gelbgold geliebt, weil es moderner, frischer und jünger wirkt. Die Kosten für Rotgold-Ringe sind mit bis zu 1.500 Euro etwas geringer.
    Vorteile: Rotgold reibt sich kaum ab, der Farbkontrast ist schön anzusehen, er wirkt sehr modern.
    Nachteile: Rotgold ist eine Modeerscheinung, damit sind die Ringe nicht zeitlos.

  • Trauringe aus Roségold

    Auch Roségold gilt als modern und ist weniger klassisch als Gelbgold. Die Kosten sind allerdings vergleichbar.
    Vorteile: Wer in 2020 up to date sein möchte, kauft Trauringe aus Roségold, zumal diese Ringe kaum Abrieb hinnehmen müssen.
    Nachteile: Solche Ringe sind nicht zeitlos, Modeerscheinungen treten zudem verstärkt auf, sodass praktisch erkennbar wird, wann welches Paar geheiratet hat.

    Auch Roségold gilt als modern und ist weniger klassisch als Gelbgold.  (Foto: Shutterstock-iriksavrasik_)

    Auch Roségold gilt als modern und ist weniger klassisch als Gelbgold. (Foto: Shutterstock-iriksavrasik_)

  • Trauringe aus Weißgold

    Der Vierte im Bunde ist Weißgold, das hochwertig und zeitlos ist. Die Kosten sind mit Rosé- und Gelbgold vergleichbar.
    Vorteile: Weißgold ist zeitlos, der Materialabrieb ist gering. Das Gewicht der Ringe ist geringer als bei Gelbgold.
    Nachteile: Weißgold ist nicht wirklich weiß, sondern eher leicht grau. Minderwertige Legierungen unter 585 sind nicht farbstabil, sie können zudem einen leichten Gelbstich aufweisen.

  • Trauringe aus Platin

    Wer ausreichend Geld zur Verfügung hat, kann auf Platin Trauringe setzen. Diese sind hell, robust und hypoallergen, womit die wichtigsten Vorteile bereits genannt wären. Hinzu kommt die Widerstandsfähigkeit des Materials, es gibt keinen Materialabrieb.
    Nachteile: Platin ist hochpreisig und weist ein hohes Gewicht auf. Das gefällt nicht jedem.

  • Trauringe aus Titan

    Trauringe aus Titan sind vergleichsweise günstig, sie kosten bis 800 Euro.
    Vorteile: Diese Ringe sind preiswert, widerstandsfähig und außerdem hypoallergen.
    Nachteile: Titanringe können in der Regel nicht in der Weite verändert werden und wirken leicht grau. Außerdem lässt sich ihr Design nicht verändern.

    Trauringe aus Titan sind vergleichsweise günstig, sie kosten bis 800 Euro.  ( Foto: Shutterstock- IngridHS)

    Trauringe aus Titan sind vergleichsweise günstig, sie kosten bis 800 Euro. ( Foto: Shutterstock- IngridHS)

  • Trauringe aus Edelstahl

    Edelstahlringe sind günstig und kosten bis 600 Euro.
    Vorteile: Das Material ist sehr hell, die Ringe sind preiswert und widerstandsfähig. Außerdem ist die Hautverträglichkeit in der Regel gut.
    Nachteile: Edelstahl lässt sich nicht in der Weite verändern, ein Steinbesatz ist nicht möglich.

  • Trauringe aus Silber

    Silberringe sind günstig und schon für 100 bis 500 Euro zu haben. Außerdem sind diese Ringe sehr hell.
    Vorteile: Silberringe sind preiswert und es gibt sie in verschiedenen Oberflächen. Außerdem sind sie in der Weite zu verändern.
    Nachteile: Silber ist weich und kann daher seine Form verändern. Außerdem besteht die Gefahr des Anlaufens.

  • Trauringe aus Tantal

    Tantal ist extravagant und besitzt eine außergewöhnlich dunkle Farbe. Dafür sind Trauringe aus diesem Material sehr teuer und kosten bis 2.500 Euro. Pro Stück!
    Vorteile: Tantal-Trauringe sind sehr selten, außerdem ist die Farbe einzigartig.
    Nachteile: Tantal ist sehr schwer, gleichzeitig ist die Farbe nicht richtig grau, aber auch kein Schwarz.

  • Trauringe aus Carbon

    Carbonringe kosten nur bis 400 Euro und sind daher sehr günstig.
    Vorteile: Neben dem geringen Kaufpreis punkten Carbonringe durch ihre Widerstandsfähigkeit und ihr geringes Gewicht.
    Nachteile: Carbon kann nicht poliert werden, die Anpassung in der Weite ist nicht möglich.

Bei genauer Betrachtung ergeben sich vier Materialien, die besonders häufig für Trauringe verwendet werden.  ( Foto: Shutterstock-Anna Chavdar)

Bei genauer Betrachtung ergeben sich vier Materialien, die besonders häufig für Trauringe verwendet werden. ( Foto: Shutterstock-Anna Chavdar)

Welches Material für Trauringe läuft nicht an?

Sobald Silber mit eingemischt wurde, besteht die Gefahr, dass die Trauringe anlaufen. Dieses Metall verfärbt sich rasch, kann jedoch mithilfe eines Poliertuchs immer wieder aufgearbeitet werden. Auch ein Silberbad kann helfen, verfärbte Ringe wieder heller werden zu lassen.

Wer darauf setzt, dass der Trauring nicht anläuft, sollte auf 333er Gold oder 375er Gold verzichten, denn hier ist in der Regel ein hoher Feinsilberanteil vorhanden. Anlaufen und Oxidieren sind typische Probleme, die damit einhergehen.

Welches sind die üblichen Materialien für Trauringe?

Bei genauer Betrachtung ergeben sich vier Materialien, die besonders häufig für Trauringe verwendet werden. Das sind Platin, Palladium, Silber und Edelstahl. Letzteres zeichnet sich durch seinen geringen Preis aus, außerdem durch eine helle Farbe und eine gute Widerstandsfähigkeit gegen Kratzer.

Allen diesen Materialien ist gemein, dass sich ihre Farbe im Laufe der Zeit nicht ändert, wie das bei Gold der Fall ist.

Welches Material für Trauringe ohne Abrieb?

Wer sich wünscht, dass die Trauringe immer wie neu aussehen, muss ein Material wählen, das keinerlei Abrieb hat. Zu empfehlen sind hierbei Platin und Palladium (je in der 950er Legierung). Palladium 500 und Platin 600 hingegen sind mit anderen Metallen vergleichbar und reagieren in Bezug auf den Abrieb ähnlich wie die verschiedenen Goldvarianten.

Video: 10 Tipps für deine HOCHZEIT – diese Fehler kannst du vermeiden #TypischSissi

Sieben Stolperfallen und wie sich diese umgehen lassen

Eine Hochzeit ist die beste Gelegenheit, um sich mit der Verwandtschaft zu überwerfen. Alle haben bestimmte Vorstellungen davon, wie die Hochzeit aussehen soll, was wann wie gemacht wird. Wer sich nicht beugt, riskiert einen Streit.

Dabei ist es ganz einfach, einigen dieser Probleme aus dem Weg zu gehen:

  1. An welche Hand kommt der Trauring?

    Im Grunde genommen ist es egal, an welcher Hand der Trauring getragen wird. In vielen Ländern Europas bleibt er rechts, weil schon die Bibel sich auf das Gute von dieser Seite bezieht. In den USA aber oder in einigen anderen Ländern bleibt der Trauring links. Hier gilt: Erlaubt ist, was gefällt und praktisch ist! Meist ist das kein Problem, weil die heiratenden Kinder die Tradition der Eltern übernehmen oder mit praktischen Aspekten argumentieren können.

  2. Müssen überhaupt Trauringe aufgesetzt werden?

    Böse Stolperfalle: Zu einer perfekten Hochzeit gehören die Trauringe. Deren Tausch wird erwartet. Wer jedoch im Alltag häufig die Hände schütteln muss oder es einfach nicht mag, einen Ring zu tragen, kann diesen auch an einer Kette um den Hals tragen oder nur zu besonderen Anlässe. Bei der Hochzeit werden die Ringe getauscht, später aber anders getragen.

  3. Muss die Braut Weiß tragen?

    Auch hier gilt: In vielen Traditionen wird erwartet, dass die Braut Weiß trägt. Zwischenlösung: Wer konservativ heiratet, sollte auch auf Weiß setzen. Wer hingegen eine Hochzeit am Strand plant, kann auf andere Farben und Formen des Brautkleides setzen.

  4. Wer bezahlt die Ringe?

    Früher bezahlte der Mann den Verlobungsring, die Frau den Ehering des Mannes. Heute kommt meist jeder selbst für seinen Ring auf, die Kosten werden einfach durch zwei geteilt. Nur der Verlobungsring ist immer noch Sache des Mannes. Doch wer von den Außenstehenden weiß das schon?

  5. Kann das Paar einen Doppelnamen tragen?

    Wichtig ist nur, dass eine Einigung beim Nachnamen erreicht wird. Frau darf den Namen des Mannes annehmen und umgekehrt. Ein Doppelname, der vor der Ehe bestand, darf nicht durch einen weiteren Namen ergänzt werden. Kinder bekommen auch keinen Doppelnamen, haben aber, wenn sie bereits älter sind, ein Mitspracherecht. Ein gemeinsamer Familienname muss festgelegt werden.

  6. Muss es überhaupt eine Hochzeit geben?

    Theoretisch braucht es gar keine Feier. Wer mag, geht einfach mit seinem Partner zum Standesamt und unterschreibt dort die Eheurkunde. Wird später eine weitere Ausfertigung davon benötigt, lassen sich Eheurkunden beim Standesamt nachbestellen. Meist ist es um des lieben Friedens willen sinnvoller, wenigstens die Eltern zur Hochzeit einzuladen.

  7. Wer führt die Braut zum Altar?

    Traditionell übergibt der Vater der Braut seine Tochter an den künftigen Ehemann. Doch auch ein guter Freund oder der Bruder darf die Braut an diesen übergeben. Vielleicht überträgt der Vater seinem Sohn ganz gern die Aufgabe, seine Schwester zum Altar zu führen? Hierzu gibt es nur eine Lösung, wenn alle miteinander sprechen und vorab eine Einigung erzielt wird. Andernfalls ist Streit vorprogrammiert.

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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