Was ziehe ich als Brautmutter an?

Frauen haben zu großen Anlässen immer das gleiche Problem: Sie haben nichts anzuziehen! Im Fall der Brautmutter mag das sogar stimmen. Was ziehe ich als Brautmutter an? Mit diesen Tipps ist das ideale Brautmutterkleid schnell gefunden.

Was ziehe ich als Brautmutter an: Das Kleid steht immer im Vordergrund

Der zweitschönste Tag im Leben sollte nach der eigenen Hochzeit die der Tochter sein. Doch ebenso, wie diese mit der Frage kämpft, welches Brautkleid denn wohl das beste sei, muss die Mutter der Braut für sich entscheiden, welches Kleid sie tragen möchte. Dabei spielt natürlich auch Form und Größe eine wichtige Rolle. Figurbetonte Mode oder größerere Größen bieten hier in den unterschiedlichsten Formen ihre Vorteile. Es geht auch um die richtige Länge des Kleides, um die Farbwahl und um den Stil. Zuguterletzt sollte sich die Mama der Braut auch noch wohlfühlen! So viele Ansprüche, die vereint werden wollen! Und doch muss klar sein: Das Brautkleid muss im Vordergrund stehen, egal, wie schön die aktuelle „Fashion für Brautmütter“ ist oder wie aufregend ein sexy Look sein kann. Dieser Tag gehört der Tochter und ihrem zukünftigen Ehemann, die Brautmutter soll keine Blicke auf sich ziehen. Sie darf dezent im Hintergrund strahlen, mehr aber auch nicht. Dennoch wird der Fokus der Gäste nicht nur auf der Braut liegen, sondern auch auf ihrer Mutter, auf der künftigen Schwiegermutter und auf der Trauzeugin. Wer sich hier einen modischen Fauxpas leistet, wird diesen ein Leben lang bereuen, denn das Hochzeitsalbum vergisst auch einen Verstoß gegen alle Styling-Regeln nicht.

Damit am großen Tag der Tochter alles stimmt, helfen die folgenden Tipps bei der Suche nach dem passenden Brautmutterkleid weiter:

Sobald die wichtigsten Eckdaten zur Hochzeit feststehen, können verschiedene Brautmutterkleider probiert werden.

Sobald die wichtigsten Eckdaten zur Hochzeit feststehen, können verschiedene Brautmutterkleider probiert werden. (#01)

1. Bloß keinen Stress

Eine Hochzeit vorzubereiten bedeutet jede Menge Stress. Selbst dann, wenn die Mama der Braut versucht, sich aus der Organisation herauszuhalten, weil das Brautpaar alles allein erledigen möchte. Die Aufregung ist meist so groß, dass sie für wichtige Erledigungen oft keinen Raum mehr lässt. Wohl der Frau, die schlau genug war, ihr eigenes Kleid rechtzeitig auszusuchen. Sobald die wichtigsten Eckdaten zur Hochzeit feststehen, können verschiedene Brautmutterkleider probiert werden. Diese haben als einzige Maßgabe, dass sie der Frau schmeicheln sollen, sie aber nicht in den Vordergrund rücken dürfen.

2. Stilistisch anpassen

Es gibt in den Onlineshops und sogar beim Brautmodeausstatter tolle Mode für Brautmütter. Vielleicht gehen auch Mutter und Tochter gemeinsam ins Geschäft und so hat die Mama die Gelegenheit, ihr Kleid auf das künftige Brautkleid abzustimmen. Ansonsten gilt: Ein wenig aufregendes, schlichtes und natürliches Brautkleid schreibt der Mama der Braut vor, dass ihr eigenes Kleid nicht extravagant sein darf. Es muss sich diesem Stil anpassen. Ebenso sollen Brautmutterkleider nicht verspielt sein, wenn das Brautkleid eher romantisch ist. Das Brautmutterkleid orientiert sich am Stil des Brautkleids, kopiert diesen aber nicht!

3. Auf die Art der Trauung achten

Sollte die Heirat nur standesamtlich stattfinden, werden meist die Feierlichkeiten dazu groß begangen. Entsprechend festlich darf das Brautmutterkleid ausfallen. Dennoch darf es nicht zu overdressed geraten, wenn zum Beispiel das Brautkleid eher schlicht ist. Für die Feierlichkeiten direkt auf dem Standesamt ist auch ein Etuikleid oder ein Hosenanzug eine gute Wahl, hier muss es nicht festlich zugehen.

Wird die Trauung auf zwei Orte aufgeteilt (Standesamt und Hochzeitslocation), könnten auch zwei unterschiedliche Kleider gewählt werden. Das gilt auch bei der standesamtlichen und der kirchlichen Trauung, wobei die kirchliche Trauung der festlichere Anlass von beiden ist.

Für die Feierlichkeiten direkt auf dem Standesamt ist auch ein Etuikleid oder ein Hosenanzug eine gute Wahl, hier muss es nicht festlich zugehen.

Für die Feierlichkeiten direkt auf dem Standesamt ist auch ein Etuikleid oder ein Hosenanzug eine gute Wahl, hier muss es nicht festlich zugehen. (#02)

4. Moderne Fashion für Brautmütter

Gerade Damen, die große Größen benötigen, werden oft nicht fündig. Doch Brautmütterkleider in anderen Größen als „Size Zero“ müssen nicht zeltähnlich sein! Gerade die moderne Fashion hält tolle Kleider parat, die stilvoll und festlich sind, elegant oder schlicht. Natürlich gilt auch hier wieder, dass das Kleid des Töchterleins ausschlaggebend für die Wahl des Brautmutterkleides ist

5. Die Farbe macht’s

Die typische Farbe der Hochzeit ist natürlich Weiß, allerdings ist diese durch die angehende Ehefrau blockiert. Doch für Brautmütter passen auch alle anderen dezenten Farben! Taupe und Beige, Cremeweiß und Rosé sind besonders geeignet, wirken hell und freundlich und bleiben immer im Hintergrund.

Schwarz gehört nicht zu diesem Tag, denn zumindest hierzulande ist es nun einmal die Farbe der Trauer. Auch ein leuchtendes Rot oder andere grelle Farben eignen sich nicht für Brautmutterkleider, denn damit würden sie alle Blicke auf sich ziehen. Und das ist schlichtweg unerwünscht!

6. Auf den richtigen Stoff setzen

Damit ein Look perfekt wird, kommt es nicht nur auf Schnitt und Farben an. Auch die Materialwahl des Kleides ist entscheidend! Diesbezüglich sind die Styling-Regeln für Hochzeiten eher großzügig gefasst und Brautmütter können anziehen, worin sie sich wohlfühlen. Besonders festlich wirken Satin, Seide und Chiffon, wenn diese in Pastelltönen gehalten sind. Auch Organza macht sich hervorragend und lässt sich wunderbar kombinieren.

7. Die richtige Länge

Von wegen, es kommt nicht auf die Länge an! Ein langes Kleid erweist sich spätestens dann als sehr unpraktisch, wenn die Enkelkinder bereits mitfeiern und von der Omi betreut werden müssen. Außerdem sind lange Kleider oft nicht angemessen, denn sie stehen in Konkurrenz zu den Brautkleidern. Ein dreiviertellanges Kleid ist die bessere Wahl, wenigstens bis über das Knie sollte das Kleidermodell reichen. Zu kurz darf es ebenfalls nicht ausfallen, denn spätestens auf Hochzeitsbildern wirken Damen in zu kurzen Kleidern und Röcken nicht mehr stilvoll und dezent, sondern schlichtweg unpassend sexy.

Video: FESTLICHE KLEIDER GRÖßE 40 VERGLEICH | Was trägt man mit Kurven auf eine Hochzeit? | #kleiundkurvig

8. Keine nackten Schultern

Ein tiefes Dekolleté ist ebenso unpassend wie nackte Schultern, das gilt vor allem in der Kirche. Eine Stola oder ein großes Tuch hilft, die nackte Haut zu bedecken und zeugt von Stilbewusstsein. Auch ein kleiner Bolero ist ideal, zumal solche Accessoires auch an lauen Sommernächten geeignet sind. Ist es zum Zeitpunkt der Hochzeit bereits sehr kühl, sollte das Brautmutterkleid kurze Ärmel aufweisen.

Den Look komplett machen

Natürlich ist es nicht damit getan, sich an der neuesten Mode zu orientieren und ein tolles Kleid auszuwählen, das die oben genannten Kriterien erfüllt und dem Töchterlein sogar dabei hilft, dass das eigene Kleid besser zur Geltung kommt. Auch die Accessoires sind ausschlaggebend und wirken ebenso wie die Frisur innerhalb des Gesamtkunstwerks. Schuhe und Handtasche müssen farblich abgestimmt sein und sollten beide schlicht ausfallen. Bei adeligen Hochzeiten oder sehr glamourösen Feiern ist ein Hut obligatorisch. Bei „normalen“ Feierlichkeiten hingegen wirkt er overdressed und fehl am Platze. Die Vorgabe zum dezenten Look sollte zudem bei der Schmuckwahl berücksichtigt werden. Eine Abstimmung mit der Tochter ist empfehlenswert, denn der Brautmutterschmuck darf sich ruhig am Brautschmuck orientieren. Wichtig: Frisurtechnisch sollten sich Mutter und Tochter unterscheiden und das möglichst auch dann, wenn am Abend der Schleier „abgetanzt“ wurde. Schließlich treten hier nicht zwei Schwestern gemeinsam auf, sondern eine jüngere und eine ältere Version von Menschen, die auch optisch verschieden wirken sollten.

Tipp: Mit der Mutter des Bräutigams austauschen

In welchem Look wohl die Mutter des künftigen Schwiegersohnes auftauchen wird? Verstehen sich beide Mütter gut, können sie sich vor der Feier abstimmen und so zum Beispiel darauf achten, dass sie nicht zufällig das Gleiche anziehen. Doch wer als Brautmutter gut vorbereitet sein will und sich mit der Mutter des Bräutigams nicht gut versteht, sollte ein wenig Vorsicht walten lassen. Eventuell lässt sich herausfinden, welchen Stil diese bevorzugt und so kann die Kleiderwahl entsprechend ausfallen. Sicherlich kann hier das liebe Töchterlein helfen, denn sie kann einschätzen, welche Kleidung die künftige Schwiegermutter zum großen Tag ihres Sohnes wählen könnte.

Verstehen sich beide Mütter gut, können sie sich vor der Feier abstimmen

Verstehen sich beide Mütter gut, können sie sich vor der Feier abstimmen. (#03)

Generell sieht die Tradition vor, dass sich zuerst die Mutter der Braut ein Kleid aussucht und erst danach die Mutter des Bräutigams. Letztere muss sich demzufolge über Länge, Stil und Farbe des Outfits informieren, was aber in vielen Fällen aufgrund des eigenen Egos nicht gut geht.

Einige letzte Tipps: Dos & Don’ts für Brautmütter

Was ist für Brautmütter wichtig? Sie wollen, dass das Töchterchen einen guten Ehemann findet und ihre Hochzeitsfeier genießen kann. Gleichzeitig möchten sie meist auch ein ganz klein wenig glänzen und einen tollen Tag in schönen Kleidern erleben. Die folgende Liste zeigt Dos & Don’ts, die bei der Wahl der richtigen Kleider berücksichtigt werden sollten.

  • Das ist bei Kleidern für Brautmütter erlaubt
    Kleider sollen mit Brautkleidern harmonieren, dürfen diese aber nicht ausstechen. Das heißt, dass alle Blicke im Saal auf der künftigen Ehefrau ruhen sollen und sich nicht abwenden dürfen, nur weil die Mama der Braut den Raum betritt. Auch auf den künftigen Hochzeitsbildern soll nicht die Mutter glänzen. Hierbei ist zu bedenken, dass die Mama neben der Tochter stehen wird. Ein Kleid, das dem Brautkleid zu ähnlich sieht, ist hier überdeutlich zu sehen und erweist sich als fehl am Platze. Das gilt im Hinblick auf Länge, Farbe und Stil gleichermaßen!
    Kleider von Brautmüttern müssen sich stilistisch immer den Brautkleidern anpassen. Das gilt auch und vor allem dann, wenn es vorgegebene Farbschemas für die Feiern gibt oder wenn ein Hochzeitsmotto festgelegt worden ist.
    Pastelltöne und helle Farben sind zu bevorzugen, was vor allem für Hochzeiten im Frühling und Sommer gilt. Dunkle Farbtönen wirken edler, dürfen aber nicht zu sehr hervorstechen.
    Auch bei großen Größen sollte das Outfit sitzen und nicht zu figurbetonend sein. Ein klassischer, edler Stil passt immer. Wichtig: Die Kleider müssen so ausfallen, dass sich Brautmütter damit auch noch nach vielen Stunden des Feierns wohlfühlen.
  • So bitte nicht
    Kleider von Brautmüttern sollen nicht im starken Kontrast zu Brautkleidern stehen oder diesen zu sehr ähneln. An diesem großen Tag sind bitte alle Blicke auf das Brautpaar gerichtet!
    Bitte nur wenig Haut zeigen, dieser Tag ist nicht für den sexy Look gedacht. Das gilt auch dann, wenn die Mama noch sehr jung ist, wenn ihre Tochter heiratet, und es sich eigentlich figurtechnisch gesehen leisten kann. Vornehm bedeckt halten, bitte! Umgekehrt ist auch wichtig, dass die großen Größen gut passen.
    Bei kurzen Brautkleidern gilt, dass weibliche Gäste und Brautmütter ebenfalls keine langen Kleider tragen sollten. Maximal bis zum Knie sollten diese Kleider reichen, dürfen aber nicht zu kurz ausfallen.
    Keine extrem hohen Schuhe tragen. Diese sind für Brautmütter nicht nur unpassend, sondern können sich als schmerzhafter Fehler erweisen, wenn die Feierlichkeiten einige Stunden andauern.

Bildnachweis: ©Shutterstock – Titelbild: Kyryk Ivan – #01: fizkes – #02: oliveromg – #03: volkway

Über Rebecca Liebig

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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