Hochzeitsfotograf: Worauf sollte man achten?

Die Geister scheiden sich im Puncto „Hochzeitsfotografen“: Die einen greifen dafür tief in die Tasche für super Fotos. Die anderen sparen’s sich, weil heutzutage doch fast jeder eine ordentliche Digitalkamera besitzt. — Antworten auf die häufigsten Fragen.

Wo findet man einen Fotografen für die Hochzeit?

Einen Fotografen für eure Hochzeit findet Ihr am bequemsten im Internet. Aber Achtung: Je größer die Entfernung, desto mehr müsst Ihr zahlen! Denn die Anfahrtskosten werden draufgerechnet. In Hochzeitszeitschriften findet Ihr auch einige Anzeigen von Hochzeitsfotografen. Hochzeitsmessen sind auch immer eine gute Gelegenheit, um die Profis zu treffen. Ihr könnt Euch auch in der näheren Umgebung umschauen: Denn viele lokale Fotostudios bieten inzwischen einen extra Hochzeitsfotoservice an — oft schon zu annehmbaren Preisen.

 

Die meisten Fotografen präsentieren sich mit einer eigenen Seite im Internet. Hier kann man sich dann einige Hochzeitsfotos anschauen. (#01)

Die meisten Fotografen präsentieren sich mit einer eigenen Seite im Internet. Hier kann man sich dann einige Hochzeitsfotos anschauen. (#01)

Worauf sollte man bei der Suche nach einem Hochzeitsfotografen achten?

Bevor Ihr einen Fotografen für Euren großen Tag bucht, solltet Ihr Euch unbedingt die Fotoarbeiten genauer anschauen. Die meisten Hochzeitsfotografen präsentieren sich mit einer eigenen Seite im Internet. Hier kann man sich dann einige Hochzeitsfotos vorab anschauen. Dabei merkt Ihr dann recht schnell, ob Euch der Fotograf zusagt oder nicht. Jeder hat einen anderen „Blick“ für die Dinge und seinen eigenen Stil.

Doch Vorsicht: Forscht richtig nach!

Heutzutage sind schnell eindrucksvolle Webseiten erstellt, die nicht immer wirklich etwas über die Erfahrung des Hochzeitsotografen aussagen. Bilder können für Referenzzwecke zugekauft werden. Dabei kann es sich auch um eine nachgestellte Situation handeln. Einige Fotografen — besonders die „Anfänger“ — werben mit Bildern, die an Workshops oder in nachgestellten Situationen entstanden sind. Gute Qualität erkennt man zum Beispiel daran, dass die Fotos mit dem eigenen Logo gekennzeichnet sind.

Wir empfehlen Euch auch, einen Blick auf den Blog des Fotografen zu werfen oder mal die sozialen Netzwerke nach ihm abzuklappern. Ist der Fotograf da ordentlich vertreten, ist das ein weiterer Pluspunkt für Seriosität. Denn dort werden aktuelle Beiträge und die Dokumentationen über die Entstehung der Bilder gezeigt. So kann man auch erkennen, welche Vorlieben bestehen und welche Schwerpunkte der Fotograf setzt. Schaut Euch auch mal sein Gästebuch oder seine Kommentare an. Dort könntet Ihr auch die Resonanz anderer Kunden sehen und welchen Eindruck bei anderen Paaren hinterlassen wurde.

 

Bilder können für Referenzzwecke zugekauft werden. Hier kann es sich auch um eine nachgestellte Situation handeln. (#02)

Bilder können für Referenzzwecke zugekauft werden. Hier kann es sich auch um eine nachgestellte Situation handeln. (#02)

Was kostet ein Fotograf für eure Hochzeit?

Viele verstehen die Preise eines Fotografen nicht und empfinden es meist als sehr teuer. Oft sucht man nach einer günstigen Lösung, ohne zu wissen, welch einen Umfang ein Hochzeitsfotograf eigentlich abdeckt.

Passt bei günstigen Angeboten sehr gut auf, denn es könnten Kosten versteckt sein. Ihr solltet genau nachhaken. Nicht, dass es am Ende eine böse Überraschung gibt. Schaut genau, was Ihr für den Preis bekommt:

  • Wie lange bleibt er?
  • Werden die auserwählten Bilder bearbeitet?
  • Bekommt Ihr Abzüge und wenn Ja, wie viele?
  • Was kostet es, wenn Ihr weitere Abzüge möchtet?
  • Ist ein Fotobuch dabei? Wenn Nein, was kostet es extra?

Für einen professionellen Fotografen auf der Hochzeit zahlt man für eine Tagesreportage zwischen 800€ und 1200€. Nach oben sind jedoch wie immer keine Grenzen gesetzt. Da kommt es unter anderem auch darauf an, ob das Paar noch sonstige Wünsche äußert.
Auf dem ersten Blick ist das viel Geld, doch beim genauen Hinsehen ist der Preis gerechtfertigt.

Ein Fotoservice beinhaltet nämlich grundsätzlich:

  • Anschauen der Location für das Shooting (Portrait-Bilder): 1-2 Stunden
  • Arbeitszeit am Tag der Hochzeit: 10-16 Stunden.
  • An- und Abreise
  • Sichtung und Nachbearbeitung der Fotos: 12 – 16 Stunden

 

Der Hochzeitsfotograf stellt am Tag der Hochzeit eine Vertrauensperson dar. Haltet deshalb einen guten Kontakt zu ihm denn je offener das Verhältnis, desto intensiver die Fotos. (#03)

Der Hochzeitsfotograf stellt am Tag der Hochzeit eine Vertrauensperson dar. Haltet deshalb einen guten Kontakt zu ihm denn je offener das Verhältnis, desto intensiver die Fotos. (#03)

Hochzeitsfotograf: mögliche Pakete

Wie Ihr sehen könnt steckt viel Arbeit und Zeit dahinter. Vergesst auch nicht, dass es sich um einen Fotografen handelt, der weiß, was er tut und eine gute Arbeit abliefern wird.

Es gibt verschiedene Pakete. Der Hochzeitsfotograf kommt auch, wenn Ihr „nur“ ein Shooting nach der Trauung machen möchtet. Wichtig ist einfach, das Ihr Euch gut beraten lasst, einen Eindruck von seiner Arbeit und seinen Bildern bekommt und alles vertraglich festhaltet. Interessant wäre es auch zu wissen, ob der Fotograf Gästebücher, Alben, Leinwände oder Danksagungskarten anbietet, auf die Ihr eventuell später zurückgreifen könntet.

Tipp:

Der Hochzeitsfotograf stellt am Tag der Hochzeit eine Vertrauensperson dar. Pflegt deshalb einen guten Kontakt. Denn je offener das Verhältnis, desto intensiver die Fotos. Die Hauptsache ist selbstverständlich der Sympathiefaktor. Schließlich sollte man bei den Fotos die bestehende Liebe des Paares spüren und als Außenstehender einen guten Eindruck von diesem besonderen Tag bekommen. Wenn iIr den Fotografen nicht leiden könnt dann entstehen keine schönen Bilder. Die Chemie muss — wie so oft — stimmen.

Habt Ihr noch weitere Tipps zur Fotografen-Suche? Welche Erfahrungen habt Ihr bisher gemacht? Lasst es uns wissen! Wir freuen uns auf Eure Kommentare!


Bildnachweis:©Fotolia-Titelbild: alphaspirit -#01: Africa Studio -#02: erstudiostok_-#03:meatbull

Über Sabrina Müller

Sabrina Müller

Sabrina Müller, geboren 1982 in Berlin, ist inzwischen Mutter von drei Kindern. Eigentlich wollte sie gar nicht so viele Kinder. Nachdem ihre erste Tochter jedoch wirklich pflegeleicht war, haben sich Sabrina und ihr Mann für weitere Kinder entschieden. Konnte ja keiner wissen, dass auf pflegeleicht nicht immer auch wieder pflegeleicht folgt. Nach der ersten Tochter folgten noch ein Mädchen und ein Junge. Ihre Rasselbande füllt Sabrinas Leben derzeit aus. Neben der Betreuung der Kinder engagiert sich Sabrina auch im Kindergarten und näht und bastelt gerne.

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