Alles für den perfekten Hochzeitstag

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Es soll der schönste Tag im Leben des Brautpaares werden. Damit die Hochzeit ohne große Pannen verläuft, ist eine genaue Planung wichtig. Idealerweise habt ihr mindestens ein halbes Jahr Zeit, um das Fest aller Feste vorzubereiten.

Eine Checkliste hilft bei der Hochzeitsplanung

Für die Hochzeit haben wir schon einiges vorbereitet. Es wurden mehrere Locations besichtigt und die passende ausgesucht sowie für das perfekte Datum gebucht. Das Essen wurde vorgekostet und eine sorgfältige Auswahl als Menü für den wichtigsten Tag im Leben des Paares getroffen. Die Dekoration für Kirche und Location wurde zusammengestellt und mit den Blumen abgestimmt, sodass sie stilvoll zueinander passen.

Einladungskarten und Menükarten wurden liebevoll gestaltet und erstere auf den Weg zu den baldigen Gästen geschickt oder auch selbst vorbeigebracht. Ein Sitzplan wurde erstellt und zwar dergestalt, dass auch wirklich die Personen gemeinsam an einen Tisch sitzen, die auch gut zueinander passen (um etwaigen Zerwürfnissen vorzubeugen). Und auch ein Ablaufplan des großen Tages liegt vor. Ja, wir haben wirklich an alles gedacht. Aber haben wir das wirklich?

Dem großen Tag steht nichts mehr im Weg. Oder doch?  Foto: Adobe Stock - Andrii Oleksiienko )

Dem großen Tag steht nichts mehr im Weg. Oder doch? Foto: Adobe Stock – Andrii Oleksiienko )

 

Die Hochzeitsgarderobe

Bislang sind die Vorbereitungen weitestgehend abgeschlossen, doch die wichtigste – und vielleicht auch nervenaufreibendste – Aufgabe steht dem künftigen Brautpaar noch bevor: Die Wahl der passenden Garderobe.

Der passende Anzug für den Bräutigam

Auch der Bräutigam hat die Qual der Wahl, wenn es um den passenden Anzug geht: er muss sich zwischen dem klassischen Smoking, dem formellen Cut, dem exklusiven Frack, einem festlich-legeren dunklen Anzug oder dem speziell für Hochzeitsfeiern hergestellten Hochzeitsanzug entscheiden. Welcher Anzug letztendlich zum Bräutigam passt, entscheidet sich nach dem Charakter des Bräutigams.

1. Der Pragmatiker

Pragmatiker erkennt man daran, dass sie ergebnisorientiert handeln; er wägt realistisch ab, was benötigt wird und was nicht.

Haben wir es bei dem Bräutigam mit einem Pragmatiker zu tun, der zwar Geld für einen guten Anzug ausgeben, aber das auch so investieren möchte, dass der Anzug auch zu anderen künftigen feierlichen Anlässen getragen werden kann, wird dieser sich eher für den klassischen Smoking oder einen dunklen Anzug entscheiden.

2. Der Edelmann

Der Edelmann ist genau das, was das Wort beschreibt, ein „edler Mann“. Er kleidet sich adrett und achtet darauf, dass seine Wahl exklusiv ist, wenn nicht sogar ausgefallen.

Bei einem Edelmann als Bräutigam finden der exklusive Smoking oder eine Kombination aus Cut und Frack Anklang.

3. Der Extravagante

Aber es geht auch noch eine Stufe höher und zwar mit dem Extravaganten und hier ist die Beschreibung Programm: Die Hochzeit soll nicht alltäglich sein, sie soll keinem Schema F folgen, sondern einzigartig sein, den Gästen in Erinnerung bleiben und zu einem unbeschreiblichen Event werden – das meist auch unbezahlbar ist.

Braut und Bräutigam stehen sich bei der Garderobe in nichts nach. Beide können sich gleichermaßen sehen lassen und werden zum gemeinsamen Highlight der Hochzeit. Diese Bräutigame setzen auf die neu designten Hochzeitsanzüge und lassen sich diesen auf Maß – mit kleinen persönlichen Accessoires – anfertigen.

Der Edelmann ist genau das, was das Wort beschreibt, ein „edler Mann“. Er kleidet sich adrett und achtet darauf, dass seine Wahl exklusiv ist, wenn nicht sogar ausgefallen. ( Foto: Adobe Stock - mrgarry )

Der Edelmann ist genau das, was das Wort beschreibt, ein „edler Mann“. Er kleidet sich adrett und achtet darauf, dass seine Wahl exklusiv ist, wenn nicht sogar ausgefallen. ( Foto: Adobe Stock – mrgarry )

 

Das perfekte Hochzeitskleid für die Braut

Das perfekte Hochzeitskleid für die Braut zu finden ist nicht immer leicht, denn hier spielen mehrere Kriterien eine wichtige Rolle. Das Hochzeitskleid soll – wenn möglich – kein Kleid von der Stange sein, kein Kleid, das man schon gesehen hat, sondern bestenfalls das Traumkleid.

Doch welches ist das Traumkleid? Und: passt es auch zur künftigen Braut?

4 Tipps zur Auswahl des passenden Kleides

Viele künftigen Bräute gehen nicht unbedarft an die Auswahl des Brautkleides heran. Die meisten von ihnen haben bereits eine ganz genaue Vorstellung in ihrem Kopf, wenn nicht sogar eine Wahl für sich getroffen. Ob sich diese Wahl jedoch auch mit der Realität deckt, bleibt abzuwarten, denn meist zeigt sich erst beim Blick in einen Ganzkörperspiegel, ob sich der Traum wirklich bewahrheitet.

Diese 4 Tipps helfen bei der Auswahl des passenden Kleides.

Tipp 1: Wähle ein Kleid aus, das zu deiner Persönlichkeit passt

Nicht jedes Kleid passt zu jeder Frau und auch nicht jedes Brautkleid passt zu jeder Braut. Welcher Charakter-Typ bist du? Bist du eher romantisch veranlagt? Oder doch modern? Magst du den Vintage-Stil? Gefällt dir Boho (Hippie-Look) oder bist du doch eher klassisch unterwegs? Um das zu entscheiden, reicht ein Blick in den eigenen Kleiderschrank. Welcher Stil überwiegt? Genau dieser könnte dich auch zu deinem perfekten Brautkleid führen.

Tipp 2: Der Stoff sollte sich wie eine zweite Haut anfühlen

Das Hochzeitskleid ist ein Kleid, das man mehrere Stunden lang trägt. Zu schade wäre es doch, wenn der Stoff des Kleides so gewählt wurde, dass es juckt, kratzt oder sich einfach nur unangenehm auf der Haut anfühlt. Für viele ist ein maßgeschneidertes Kleid allerdings keine Option, da die Beauftragung eines Schneiders mit einer Maßanfertigung als zu teuer angesehen wird.

Dem ist aber tatsächlich nicht (immer) so, denn das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unbezahlbar, wenn das Kleid richtig sitzt und tatsächlich wie eine zweite Haut sitzt. Es wäre also eine Überlegung wert. Miteinbeziehen sollte man hier auch die Überlegung, dass sich ein Schneider in dem Stoffmetier sehr gut auskennt und auch bei der Wahl des passendes Hochzeitsstoffes (wie beispielsweise Brokat, Mikado, Piqué, Taft, Organza oder Chiffon, um ein paar wenige, häufige Brautmodenstoffe zu nennen) helfen kann.

Tipp 3: Die Farbe des Brautkleides sollte mit Bedacht gewählt werden

Auch hier gilt: nicht jede Farbe passt zu jedem Hautton-Typ! Die gängigen Farben von Brautkleidern sind Weiß, Schneeweiß, Eierschalenfarben, Perlweiß, Elfenbeinfarben, Champagner, Nude und Zartrosa. Die Unterschiede der Farbtöne mögen nicht jedem auf den ersten Blick ersichtlich sein, doch sind sie immens, wenn es um den passenden Hautton der Braut geht.

Tipp 4: Der Schnitt des Kleides sollte der Braut schmeicheln

Es gibt Brautkleidern nicht nur mit unterschiedlichen Farben, sondern auch in unterschiedlichen Formen und Längen. Meist geht man auf die Suche nach einem Kleid, das man sich im Kopf bereits zurechtgelegt hat (und vielleicht auch schon imaginär getragen hat). Nicht immer passt hier das erträumte Kleid aber zur Körperform der Braut. Hier sollte mit Bedacht gewählt werden, denn die Figur der Braut sollte umschmeichelt werden und nicht mit einem unpassenden Schnitt des Kleides zur Schau gestellt werden. Immerhin möchte man sich an dem wichtigsten Tag seines Lebens auch wohlfühlen.

Bei der Körperform der Frau unterscheidet man zwischen fünf Formen: der rechteckigen Körperform, der dreieckigen Körperform, der runden Körperform, der Sanduhr und der umgedrehten Dreiecksform.

  1. Die rechteckige Körperform (auch „Bananen“-Typ genannt): Schultern- und Hüftpartie sind in etwa gleich breit, eher kleine Brust und keine ausgeprägte Taille
  2. Die dreieckige Körperform (auch „Birnen“-Typ genannt): Schmale Schultern, kleine Brust, geringer Taillenumfang und vergleichsweise breite Hüften und kräftige Beine
  3. Die runde Körperform (auch „O“-Typ genannt): relativ lange und schlanke Beine, füllige und runde Brust, eher breite Schultern und eine Taille mit Wohlfühlpfunden
  4. Die Sanduhr (auch „X“-Typ genannt): schmale Taille, Brustumfang und Umfang der Hüfte sind in etwa gleich
  5. Die umgedrehte Dreiecksform (auch „Apfel“-Typ genannt): deutlich breitere Schulterpartie als die Hüften, Taille ist nicht sehr stark ausgeprägt, haben meist größere Brüste, die den Oberkörper zusätzlich betonen.

Je nach Körperform sollte die Betonung des Kleides auf die passende Körperregion gelenkt werden. Bei einer rechteckigen Körperform beispielsweise sollte man enge und gradlinige Kleider, fließende Designs und kurze Ärmel eher vermeiden, da sie die Körperform so noch mehr betonen. Wohlfühlen wird man sich hier, wenn der Bereich oberhalb der Taille besonders hervorgehoben wird. Dafür eigenen sich ein V-Ausschnitt oder nackte Schultern bestens.

Neben der Körperform spielt auch noch die Körpergröße eine wichtige Rolle und auch, ob es sich um eine schlanke oder kurvige Braut handelt. Vielleicht ist die Braut zum Zeitpunkt der Hochzeit auch schwanger?

Doch eines ist immer wichtig und sollte von jeder künftigen Braut verinnerlicht werden:

Egal, was die Begleitpersonen bei der Auswahl des Kleides an dem potentiellen Kleid anzumerken haben: das Wichtigste ist, dass sich die Braut wohl fühlt, dass das Kleid natürlich zu ihr passt und sie sich nicht verkleidet vorkommt. Bei einer Entscheidung mit solch einer Tragweite (immerhin handelt es sich um den wichtigsten Tag des Lebens der künftigen Braut!), sollte immer auf das eigene Bauchgefühl gehört werden und Kopf mal für einen Moment ausgeschaltet werden.

Daher empfiehlt sich immer: betrachtet das Kleid nicht nur im Spiegel, sondern bewegt euch damit. Geht, steht, setzt euch, tanzt eventuell im Showroom herum, prüft, wie hochzeitstauglich das Kleid wirklich ist und ob es zu euren Bedürfnissen passt. Sollte etwas nicht so sein, wie gewünscht, dann ist es nicht das passende Kleid – immerhin wird man nicht nur mit dem Tag, sondern auch mit dem Kleid unzählige Emotionen verbinden und es mehrere Stunden tragen, da sollte man sich schon wohlfühlen.

Zum perfekten Kleid und auch Anzug gehören die perfekten Schuhe. Auch beim Schuhwerk sollte man Wert auf Qualität legen und prüfen, ob sie auch dafür geeignet sind, sie einen ganzen Tag lang an seinen Füßen zu tragen.

Neue Schuhe sind nicht direkt von Anfang an dafür geeignet, aber wir haben hier 10 Tipps, wie Brautschuhe bequem werden! Man sollte immer bedenken: unbequeme Schuhe haben das Potential einen den ganzen Tag zu verderben – und das sollte bei der eigenen Hochzeit definitiv nicht passieren.

Bei so viel Auswahl kann einer Braut schon schwindelig werden. ( Foto: Adobe Stock -  Margo Basarab )

Bei so viel Auswahl kann einer Braut schon schwindelig werden. ( Foto: Adobe Stock – Margo Basarab )

 

Das passende Styling für den schönsten Tag im Leben

Die passende Garderobe ist endlich gefunden. Braut und Bräutigam sind glücklich und doch noch längst nicht fertig, denn zum perfekten Hochzeitslook fehlt das passende Styling.

1. Das Braut-Make-Up

Auch beim Braut-Make-Up gibt es einige Dinge, die man beachten sollte. Denn neben dem Hochzeitskleid und dem Stil der Hochzeit spielen auch der Teint, die Augen- und die Haarfarbe der Braut eine entscheidende Rolle.

Hierbei unterscheidet man zwischen vier Typen gemäß den vier Jahreszeiten: dem Frühlings-Typ, dem Sommer-Typ, dem Herbst-Typ und dem Winter-Typ. Je nach Typ-Einordnung sollten auch die Farbtöne für das Make-Up der Braut gewählt werden.

Typ 1: der Frühlings-Typ

Der Hautton ist eher hell mit einem goldgelben Unterton und neigt zu Sommersprossen, die Haare haben vorwiegend einen Blondton, die Augen sind meist ebenfalls hell (grün, blau oder grau)

Das perfekte Make-Up für den Frühlings-Typ:

  • Teint: getönte Tagescreme als Grundlage (am Hautton orientieren), Rouge in dezenten Pfirsich- oder Rosénuancen
  • Augen: pastellige Nuancen (sanftes Grün, Blau oder Braun), Eyeliner und Mascara in Mittel- bzw. Dunkelbraun
  • Lippen: helle Rosé- oder Apricottöne, als Highlight: schimmernder Lipgloss
Typ 2: der Sommer-Typ

Der Sommer-Typ hat einen zarten bis rosigen Teint, meist Platinblonde bis Dunkelbraune Haare mit einem leichten Aschton sowie eine hellblaue, blaugrüne, graublaue oder haselnussbraune Augenfarbe.

Das perfekte Make-Up für den Sommer-Typ:

  • Teint: Foundation im hellen Beige- oder Roséton, Rouge in Altrosé, zartem Pink, Fuchsia, Himbeere oder Weinrot
  • Augen: kühle Farbtöne, die die Augenfarbe unterstreichen (bei blauen Augen: Blau- oder Graunuancen; grüne Augen: Grün oder Silbergrau), passenden Mascara zum Lidstrich wählen
  • Lippen: eher kühle Farben (Altrosé, Pink, Himbeere, Bordeaux, aber immer mit einem leichten Blau-Ton)
Typ 3: der Herbst-Typ

Der Hautton des Herbst-Typs ist eher hell mit einem gelblichen oder leicht goldenen Touch und einem reinen, ebenmäßigen Hautbild; charakteristisch sind außerdem Sommersprossen. Die Haarfarbe reicht von Goldbraun bis Dunkelkupfer, meist mit einem rötlich schimmernden Unterton. Die Augenfarbe ist vorwiegend Grün oder Dunkel- bis Goldbraun, aber auch intensives Hellblau ist möglich.

Das perfekte Make-Up für den Herbst-Typ:

  • Teint: zarte Foundation in Abstimmung zum Hautton
  • Augen: dezente, warme Farbtöne (bei grünen Augen: Grün- oder Brauntöne; braune Augen: Erdfarbene oder Goldene Nuancen), Mascara in Braun oder Schwarz
  • Lippen: leuchtendes Rot, Braun-, Orange- oder Goldtöne
Typ 4: der Winter-Typ

Der Winter-Typ zeichnet sich entweder durch sehr helle Haut mit einem kühlen Unterton aus, die kaum bräunt oder aber ist olivfarben bis dunkel. Bei beiden Varianten ist die Haut jedoch sehr rein und neigt kaum zu Unreinheiten. Die Haarfarbe des Winter-Typs reicht von Dunkelbraun über Schwarzbraun bis hin zu Blauschwarz und ist sehr dunkel. Die Augenfarbe ist intensiv und kontrastreich, so kann sie entweder stechend Blau, Eisblau oder auch Grau, Grün, Dunkel- oder Schwarzbraun sein.

Das perfekte Make-Up für den Winter-Typ:

  • Teint: kühler Farbton für Grundierung (Porzellantöne oder Beigefarbene Foundation ohne Gelbanteil), Rouge in kräftigem Rosa oder Rot-Nuancen
  • Augen: dunklen, kühlen Farben (Kakaobraun, Nachtblau, Rauchgrau oder Anthrazit oder leuchtendes Lila, Smaragdgrün, Rosa oder Eisblau), dunkler Eyeliner, tiefschwarze Wimperntusche
  • Lippen: kräftige Farbtöne (Fuchsia, Pink, Pflaume, Aubergine oder Korallenrot)

Nicht jede Braut sucht vor ihrem großen Tag eine Kosmetikerin auf, um das perfekte auf sie (und ihren Typ) abgestimmte Hochzeits-Make-Up aufzutragen. Viele Bräute ergreifen selbst die Initiative und schminken sich alleine oder mit Hilfe von Tutorials und weiteren Schmink-Anleitungen, die zahlreich im Internet zu finden sind.

Mit dem richtigen Make-Up gelingt der perfekte Hochzeitslook! ( Foto: Adobe Stock -  myronovychoksana )

Mit dem richtigen Make-Up gelingt der perfekte Hochzeitslook! ( Foto: Adobe Stock – myronovychoksana )

 

2. Die perfekte Maniküre

Nicht nur das Make-Up ist für die Hochzeit entscheidend, auch die Fingernägel sollten nicht außer Acht gelassen werden – das gilt im Übrigen für Braut und Bräutigam! Natürlich muss der Bräutigam keinen Nagellack auftragen, aber auch seine Hände sollten gut aussehen, immerhin wird auch ihm ein Ring an den Finger angesteckt.

Bei der Braut sieht das Ganze schon anders aus, denn sie sollte beim Hochzeits-Make-Up auch auf die dazu passende Maniküre achten, denn nicht jede Braut hat die perfekten Fingernägel. So kommt es auch vor, dass sie zum großen Tag zu kurz oder gar brüchig sind. Abhilfe verschafft hier Nagelmodellage. Bei der Nagelmodellage werden brüchige oder zu kurze Fingernägel mit Hilfe von gel- oder pastenartigen, aushärtenden Kunststoffen (z. B. Acryl, Fiberglas oder Kunstharz) künstlich verstärkt oder verlängert.

Natürlich sollte diese Art der Hilfe nicht am Tag der Hochzeit selbst angewendet werden, sondern einige Zeit im Voraus. Das Verfahren selbst ist schnell erklärt: man unterscheidet zwischen der Verwendung von Nagelspitzen (sog. Tips) und Modellage mit Schablone. Als Vorbereitung des Verfahrens müssen die Hände und Nägel gereinigt und desinfiziert werden, die Nägel müssen entfettet werden und die Nagelhaut wird zurückgeschobenen.

Nageltips

Werden Nageltips verwendet, werden diese mit Nagelkleber auf den eigentlichen Nagel aufgeklebt, auf die gewünschte Länge gekürzt und den Wünschen entsprechend geformt. Mit Modellagekunststoff wird der Nagel geformt, anschließend bearbeitet und ist schlussendlich – nach auftragen von einer UV-härtende Versiegelung – fertig.

Das Nageltip-Verfahren ist eine beliebte Methode, um schnell an längere und modische Nägel zu gelangen. Mit vorgefertigten Nageltips aus dem Drogeriemarkt gelingt dies auch zuhause, ohne professionelle Hilfe.

 Die perfekten Nägel sind von Braut zu Braut unterschiedlich. ( Foto: Adobe Stock - Wedding photography )

Die perfekten Nägel sind von Braut zu Braut unterschiedlich. ( Foto: Adobe Stock – Wedding photography )

 

Modellage

Bei dem Verfahren der Modellage mit einer Schablone wird diese bündig unter den Naturnagel angebracht, um darauf die Verlängerung zu modellieren. Die Modellage geschieht durch einen dafür ausgewählten Stoff: Acryl, Gel oder Fiberglas.

Acryl zeichnet sich durch seine große Härte aus, das es möglich macht, den gesamten Nagel sehr dünn und präzise zu verarbeiten, und kann in der Regel bei allen Arten von Naturnägeln angewandt werden.

Gel ist vergleichsweise zum Acryl einfacher in der Handhabung und daher die gängigste Methode. Es besteht aus einem UV-reaktiven modellierfähigen Kunststoff, welcher unter UV-Licht aushärtet. In das flüssige Gel können weitere (farbige) Gele oder aber Verzierungen eingearbeitet werden, was eine individuelle Gestaltung der Nägel noch einfacher macht.

Das Fiberglassystem ist heute kaum verbreitet. Hierbei werden mittels eines Resinklebers Textilstreifen, meistens Glasfaser oder Seide, in mehreren Schichten aufgebracht und versiegelt.

Meist gebräuchlich ist die Modellage mit Gel, da diese auch von Zuhause aus selbst durchgeführt werden kann. Dazu sind nur einige wenige Werkzeuge für die professionelle Nagelpflege erforderlich:

  • Nagelhautschieber oder Rosenholzstäbchen
  • Wattepads
  • Feilen
  • Polierblock für die Nägel/Buffer
  • Primer
  • UV-Gele (Aufbaugel, Farbgel, Versiegelungsgel) + Deko nach Belieben
  • Lackpinsel
  • Cleaner
  • UV-Lichthärtungsgerät

Nagel Gel, Feilen, Nagelscheren, Nagellacke, Nagelapplikationen (Sticker) und weitere zur Vorbereitung der Modellage notwendige Mittel können ganz einfach beim Drogeriemarkt erstanden werden. Rossmann hat hierfür eine große Auswahl an hochwertigen Produkten zur Nagelpflege und auch sämtliche für die Modellage mit Gel erforderlichen Dinge, somit steht der Eigenmodellage mit Gel nichts mehr im Wege. Mit dem richtigen Zubehör gelingen die perfekten Hochzeitsnägel garantiert. Aber auch hier ist es ratsam, sich das Wissen über die Modellage von Gel Nägeln einige Zeit vor dem großen Tag anzulesen und auch vorher auszutesten, damit die perfekte Maniküre gelingt.

Ein Tipp von uns:

Der absolute Hingucker sind nicht nur einfarbig lackierte Fingernägel, sondern Nägel mit Muster. Diese können vom Profi auf die Nägel gezaubert werden oder aber auch ganz einfach selbst mit den dazu passenden Applikationen. Ein besonderer Clou dabei ist, dass ihr die Muster passend zu eurem Hochzeitsstil (bspw. Verspielt orientalisch im Boho-Hochzeits-Look, Spitzenoptik bei einer Vintage-Hochzeit) auswählen könnt. Auch einfache Akzente können für einen Hingucker sorgen: dafür reicht ein in passender Farbe ausgewählter Glitzernagellack, mit dem man kleine und feine Linien am oberen oder unteren Nagelrand auftragen kann.

Den letzten Schliff zum perfekten Hochzeitslook gibt die passende Hochzeitsfrisur.  ( Foto: Adobe Stock -EdNurg )

Den letzten Schliff zum perfekten Hochzeitslook gibt die passende Hochzeitsfrisur. ( Foto: Adobe Stock -EdNurg )

 

3. Die passende Brautfrisur zum perfekten Look

Den letzten Schliff zum perfekten Hochzeitslook gibt die passende Hochzeitsfrisur. Dabei kann man sich von vielen Trends inspirieren lassen. Je nach Länge der Haare und Wahl des Haaraccessoires bei der Hochzeit, gibt es unterschiedliche Inspirationen für die künftige Braut.

Eine besondere Herausforderung ist es, die passende Brautfrisur für den Hochzeitsschleier zu finden. Die Länge der Haare und Wahl der Frisur (offen, hochgesteckt oder halb hochgesteckt) bieten einige Variationsmöglichkeiten. Dabei ist es nicht immer leicht, lange Haare zu bändigen. Einige Friseure haben bei Hochzeitsfrisuren für längere Haare ihre Probleme.

Damit die Hochzeitsfrisur eurem Hochzeitslook den letzten Schliff gibt, raten wir auch hier dazu: achtet darauf, dass die Frisur auch zu euch passt und nicht zu unnatürlich wirkt. Ihr solltet euch mit eurer Frisur wohlfühlen, egal, ob sie elegant oder lässig scheint, sie sollte zu eurem Charakter passen. Hier haben wir einige Tipps für euch:

1. Half-Up-Frisuren

Sollte die Entscheidung, ob das Haar offen getragen wird oder aber hochgesteckt werden soll, doch nicht so einfach zu treffen sein, der kann die Half-Up-Frisur wählen. Bei der Half-Up-Frisur werden die Haare mit simplen Methoden (bspw. Mit Hilfe einer schönen Haarspange) halb hochgesteckt, sodass sie nicht im Weg sind und doch auch hübsch aussehen.

2. Flechtfrisuren

Ein weiterer Trend für romantische Hochzeiten und somit Hochzeitsfrisuren, sind Flechtfrisuren. Sie sind sehr beliebt, machen je nach Look, immer etwas her und sehen trotzdem immer gut aus. Hier kann man entweder die leichte Variante mit dezenten Flechtzöpfen wählen oder aber eine aufwändigere Frisur, wie beispielsweise einen Fischgrätenzopf oder eine Haarkrone entscheiden. Einen weiteren Vorteil von Flechtfrisuren hat uns Sisi gezeigt: mit dezenten Blumen oder Spangen kann der Zopf verziert und somit zum Highlight gemacht werden.

3. Elegante Hochsteckfrisuren

Als Klassiker der Hochzeitsfrisuren gelten Hochsteckfrisuren. Sie sehen nicht nur wunderschön aus und zaubern einen schlanken Hals, je nach Jahreszeit, in der die Hochzeit stattfindet, kann sie auch bei der Klimatisierung helfen (bspw. bei einer Sommerhochzeit). Ein weiterer Vorteil von Hochsteckfrisuren: sie helfen bei der Betonung des oberen Teils eures Kleides! Ein schulterfreies Kleid oder eines mit einem tiefen Rückenausschnitt kommen so noch besser zur Geltung!

4. Der Dutt als Hochzeitsfrisur

Der Dutt gilt heutzutage überall als klassische, aber auch simple Frisur dazu. Man sieht ihn nicht nur im Büro oder aber auch im Alltag auf der Straße, auch bei Hochzeiten erfreut er sich großer Beliebtheit. Dabei ist es egal, ob es sich um einen High Bun oder einen Low Bun handelt. Vorteilhaft hier ist: die Frisur ist so schlicht, dass ihr sie perfekt dazu nutzen könnt, um den Blick auf euer exklusives Brautkleid oder aber stärkeres Make-Up zu lenken.

5. Klassische, lässige Frisuren

Nicht zu verachten sind lässige Frisuren. Sie sind schnell gemacht und trotzdem perfekt für eine Hochzeit. Ein Klassiker der lässigen Frisuren sind beispielsweise die sog. „Beach Waves“: mit einem Lockenstab macht ihr euch große Wellen ins Haar, nehmt rechts und links die vorderen Haarsträhnen aus dem Gesicht und bindet sie euch zurück oder ihr steckt sie mit einer Spange am Hinterkopf fest. Lässig ist auch ein Half-Bun oder aber ein tief gebundener Zopf.

Mit einem rundum perfekten Styling wird auch für die Brautleute ein perfekter Tag aus der Hochzeit.

Das perfekte Brautpaar, der perfekte, unvergessliche Tag. ( Foto: Adobe Stock -  Mikhaylovskiy )

Das perfekte Brautpaar, der perfekte, unvergessliche Tag. ( Foto: Adobe Stock – Mikhaylovskiy )

 

Fazit: Es gehört mehr zu einem perfekten Hochzeitstag!

Die Planung der Hochzeit ist mit dem Versenden der Einladungskarten, dem Buchen der passenden Location und der Zusammenstellung des Essens noch lange nicht abgeschlossen. Braut und Bräutigam haben immer noch viel zu tun, damit der große Tag wirklich perfekt und unvergesslich wird. Erst, wenn auch das Styling des Brautpaares steht, kann es sich zurücklehnen.

Und einen letzten Tipp haben wir auch noch: sollte es möglich sein, raten wir ihnen an, auch Aufgaben zur Planung abzugeben. Nicht immer wird alles perfekt, wenn es nur aus einer Hand ist. Und zu einer schönen Hochzeit gehört auch ein entspanntes Brautpaar dazu. Gönnen Sie sich also vor dem großen Tag definitiv eine kleine Auszeit von all der Planung und lassen Sie sich verwöhnen.

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